Blog Archives

Postgender und so

Jan
2012
04

posted by on Allgemein

Kommentare deaktiviert für Postgender und so

Postgender, das ist ein Schlagwort bei den Piraten. Es meint, dass das Geschlecht nicht wichtig ist. Es kommt eben nicht darauf an, ob ein Mensch Mann oder Frau ist. So gar nicht postgender fühlte ich mich beim heutigen Piratenstammtisch, als ich plötzlich als „Menschin“ bezeichnet wurde. Scherzhaft, versteht sich, weil wir eben gerade die Diskussion über Genderpolitik und Quoten angeschnitten hatten. Trotzdem brachte es mich zum Nachdenken.
Ich bin natürlich keine Menschin, ich bin ein Mensch. Denn Mensch bezeichnet, trotz männlichem Artikel „der Mensch“ eine Art, kein Geschlecht. Der Art Mensch gehöre ich ja an. So wie ein Pferd, das ist ja auch ein Pferd und darüber hinaus eine Stute oder ein Hengst. Oder ein Rind. Kleiner Haken an der Argumentation: es heißt  das Pferd und das Rind. Wie auch das Schaf. Das Huhn. Gibt es alles in männlich und weiblich, aber mit neutralem Artikel. Immerhin: die Schnecke! Jawoll! Die gibt es dummerweise nicht in männlich und weiblich, das sind Zwitter, also immer beides. Sehr postgender, aber nicht gut übertragbar.  Die Libelle! Hm, gibt es die in männlich und weiblich? Oder sind das am Ende auch Zwitter? Wie ist das mit den Fliegen? Immerhin: die Eule! Und die gibt es in männlich und weiblich. Aber wie heißt dann eine männliche Eule? Euler? Oder Eulerich? Euler klingt stark nach Heuler, die gibt es auch in beiden Geschlechtern, wobei das ja immer Jugendformen meint, bei Heulern. Ist bei Jugendformen die geschlechtliche Zuordnung schon entscheidend? Ich meine, ein Mädchen weiß ja schon vor der Pubertät, dass es weiblich ist, wie ist das bei Tieren?
Der Elefant. Auch den gibt es in beiderlei Geschlechtsvarianten. Die weibliche Form ist dann die Elefantenkuh. Hm, ob die sich dadurch verunglimpft fühlt? Ich bin ja auch keine Menschenkuh….
Spannende Betrachtung jedenfalls. Ich bin ein Mensch. Und als Mensch eine Frau sowie als Frau ein Mensch. Ich finde es für mich und für meine Identität durchaus wichtig, dass ich eine Frau bin, es definiert mich weitreichend. Für meine Handlungen, meine Arbeit, die Art, wie ich bewertet werde, sollte es aber keine Rolle spielen, denn in erster Linie bin ich Mensch. Mit Vorzügen und Fehlern, guten und schlechten Seiten, Talenten und und Neigungen, Schwächen und Abneigungen. Als solcher möchte ich in erster Linie gesehen werden.

PS: die meisten Insekten wie Fliegen und Libellen sind keine Zwitter.

Urlaub mit Hund

Jan
2012
03

posted by on Tierisches

Kommentare deaktiviert für Urlaub mit Hund

Ich hatte schon zu Beginn den Eindruck in ein Abenteuer zu starten: mit Hund und Gepäck im Zug zur großen Weihnachts-Familienrundreise, das konnte ja was werden. Der Anfang ging dabei erstaunlich gut, überhaupt waren die Zugfahrten wesentlich unproblematischer, als befürchtet.
Ein Hund zahlt im Zug den Kinderfahrpreis, zählt aber nicht als Kind. Das bedeutet, er profitiert nicht von Tickets, bei denen Kinder kostenlos mitgenommen werden dürfen, sondern benötigt  immer ein Kinderticket. Dafür hat er erstaunlich wenig Rechte, also eigentlich gar keine. Nach unbestätigten Gerüchten mussten schon Hunde mitsamt Halter den Zug verlassen, trotz gültigem Fahrausweis. Es ist ebenfalls nicht möglich einen Sitzplatz für den Hund zu reservieren, so dass man ausreichend Platz im Fußraum für ihn hätte. Nein, ich spreche ausnahmsweise nicht davon, dem Hund einen Platz auf dem Sitz frei zu halten….
Trotz aller Befürchtungen verliefen die Zugfahrten ziemlich problemlos. Auf der ersten Tour begrüßte er einen ebenfalls mitreisenden Jack-Russel-Terrier, der sich kurzerhand aus seiner Reisetasche befreit hatte, sehr freundlich und verdöste den Rest der Fahrt zu meinen Füßen. Angenehmerweise war meine Sitznachbarin ebenfalls Hundehalterin und fand es ganz normal und völlig in Ordnung, dass mein schlafender Hund den kompletten Fußraum beanspruchte und sie gucken musste, wo sie ihre Füße noch unterbringen konnte. Natürlich habe ich versucht, den Hund unter meinem Sitz einzuparken, aber das macht  mal einem schlafenden großen Hund klar….
Überhaupt hat er den größten Teil der Fahrten schlafend oder dösend verbracht und wirkte sehr entspannt, lediglich das Umsteigen war stressig. Hund, Gepäck, Zeitnot und manchmal auch noch fremde Hunde auf den Bahnsteigen gestalteten die Zugwechsel doch recht abenteuerlich.
Ebenfalls positiv war, dass das Zugpersonal sich angenehm neutral verhalten hat, niemand hat den (eigentlich vorgeschriebenen) Maulkorb für meinen Hund gefordert, den ich für Notfälle natürlich immer griffbereit dabei hatte. Genau wie ein Halti, das wohl in den meisten Fällen als Maulkorb-Ersatz akzeptiert wird. Lediglich einmal wurde ich gefragt, ob ich denn für diesen „kleinen Hund“ (in sehr ironischem Tonfall) auch eine Fahrkarte hätte. Die hatte ich zwar keine zwei Minuten vorher erst seiner Kollegin gezeigt, während er daneben stand, aber natürlich habe ich sie gerne noch ein zweites Mal raus geholt.
So viele positive Erfahrungen, natürlich musste auch etwas schief gehen. Bei den Eltern meines Liebsten verdarb sich mein Lieblings-Müllschlucker offenbar den Magen und damit den guten Wohnzimmerteppich. Prima, da macht man sich gleich beliebt…. immerhin: die Versicherung wird den Schaden wohl übernehmen.
Bei meinen Eltern angekommen dann gleich die nächste „gute Nachricht“: deren Hündin war über Weihnachten läufig geworden. Keine gute Kombination mit einem unkastrierten Rüden, weshalb sie kurzfristig Asyl bei einer Züchterin im Nachbarort fand, die selbst auch gerade läufige Hündinnen hatte.
Mein Fazit: das ging besser als befürchtet, alleine fände ich längere Zugfahrten in überfüllten Zügen, wie wir sie am Neujahrstag auf unserer Rückfahrt hatten, aber sehr anstrengend. Von den Kosten mal abgesehen ist es aber eine gute Sache, manchmal muss man sich einfach trauen. Ich habe auch von Mitreisenden im Zug nur positive Reaktionen gehört und mein Hund hatte immer wieder Gesellschaft von streichelnden Kindern. Der Hund sollte allerdings menschenfreundlich und nervenstark dafür sein, sonst wird es stressig.

2012

Jan
2012
02

posted by on Allgemein

Kommentare deaktiviert für 2012

Ich bin 1972 geboren, bin also 1978 Jahren eingeschult worden. Es muss 1980, also in meinem zweiten Schuljahr gewesen sein, als meine damalige Klassenlehrerin uns fragte, was wir glauben, was wir im Jahr 2000, also 20 Jahre später, machen würden. 28 bin ich im Jahr 2000 geworden. 1980 war ich mir deshalb sicher, ich würde dann verheiratet sein, selbst Kinder haben und mit denen sehr viel Spaß haben und spielen. Beim Beruf war ich mir nicht so sicher, letztlich war der Plan ja auch Kinder zu haben und für diese Zeit zu haben. Wenn ein Beruf, dann natürlich einer, mit dem ich sehr zufrieden sein und gutes Geld verdienen würde.
2000 bin ich tatsächlich 28 geworden, jedoch unverheiratet und kinderlos. Aber ich hatte mich ein Jahr vorher selbständig gemacht, habe Webseiten erstellt und ich war sehr zufrieden damit! Kinder fand ich zu diesem Zeitpunkt nicht so sehr wichtig, aber mein Job hat mir viel Spaß gemacht und habe gehofft, so würde es weiter gehen und das Familienglück würde noch kommen.
Jetzt haben wir 2012. Ich bin immer noch unverheiratet und nach wie vor kinderlos, dieses Jahr werde ich immerhin 40 Jahre alt. Kinder möchte ich jetzt  nicht mehr, mich erschreckt die Vorstellung, dass ich im Rentenalter bin, bis sie erwachsen und mit ihrer Ausbildung fertig sind. Ich finde das aber nicht dramatisch, ein gutes Leben ist auch ohne Kinder möglich. Ich habe eine Beziehung, mit der ich sehr glücklich bin. Heiraten finde ich nicht mehr wichtig, ich kann ohne Papier glücklich sein. Ich bin nach wie vor selbständig, und die Tatsache an sich gefällt mir immer noch, wenn ich auch insgesamt ernüchtert bin. Ich habe die Branche zum größten Teil gewechselt, kümmere mich mehr um Füße und weniger um Webseiten, ich habe ein paar Höhen und etliche Tiefen miterlebt, ich steckte kurz vor oder eigentlich schon mehr in der Pleite und habe mich irgendwie wieder so halbwegs hochgerappelt. Es ist ein fragiles Gleichgewicht mit viel Unsicherheit, noch kann ich mich keineswegs in Sicherheit wiegen. Ich habe festgestellt, dass Selbständigkeit nicht nur Spaß mit harter Arbeit bedeutet, sondern auch Angst, Unsicherheit, Verlust, und eine Menge Ärger. Oft frage ich mich, ob es das wert war. Die Antwort ist: doch, das ist es wert. Ich bin sehr gerne selbständig, ich möchte das nicht mehr missen. Ich habe auch viel Sicherheit gewonnen, viele Ängste verloren, dafür sind andere dazu gekommen.
Was soll 2012 bringen? Veränderungen auf jeden Fall. Ich bin über Weihnachten und Silvester weggefahren. Meinen Jahresurlaub 2011 habe ich so praktisch mit pendeln von der Familie meines Liebsten zu meiner Familie quer durch Deutschland verbracht. Dadurch bin ich auf jeden Fall mal raus gekommen, habe den Alltag hinter mir gelassen und über vieles nachgedacht. Ich möchte einiges an meinem Leben ändern. Beruflich und privat. In den nächsten Tagen werde ich eine Liste machen mit den Dingen, die ich anpacken und ändern möchte und versuchen, sie in diesem Jahr abzuarbeiten. Ich bin sehr gespannt, wie mein Fazit am Ende dieses Jahres aussehen wird. Ich habe Ziele, die ich erreichen möchte, finanziell, materiell und ideell. Es gibt einen Kredit, den ich abbezahlen möchte in diesem Jahr, ich möchte weniger arbeiten und dafür mehr leben und ich möchte mich politisch engagieren. Wie gesagt, dieses Jahr wird zeigen, wie viel von diesen guten Vorsätzen ich umsetzen kann. Ich schaue optimistisch auf dieses Jahr, aber nicht ohne Skepsis. Die Neugier überwiegt aber: was wird es bringen? Mir und Euch, vor Allem Gutes, hoffe ich!
Frohes neues Jahr!

Frohe Weihnachten

Dez
2011
24

posted by on Allgemein

Kommentare deaktiviert für Frohe Weihnachten

Die letzten Tage vor Weihnachten waren wirklich übel: Arbeiten bis Donnerstag Abend, immer noch gespickt mit Telefonaten „nein, ich habe keinen Termin mehr frei, tut mir leid. Nein, auch nicht Freitag morgen um 7:00 Uhr…“ Ende dann am 22. um 19:30 Uhr, dann nach Hause. Ich hatte noch Wäsche in der Waschmaschine, kein Stück eingepackt, die Wohnung sah aus, wie nach einem Bombeneinschlag, kein einziges Geschenk war eingepackt und ich hatte nur noch 13,5 Stunden bis zur Abfahrt und wollte in der Zeit auch noch etwas schlafen. Und Tatsache: das hat geklappt. Um halb eins waren alle Sachen im Koffer und der grösste Teil der Wohnung zwar kein Wunder an Ordnung, aber es soll ja auch nur eine gute Freundin täglich den Kater betreuen – das wird wohl gehen. Um kurz nach neun Uhr am 23. Stand ich dann mit schwerem Koffer, Rucksack und Hund am Bahnhof, dann ging es los. Die Fahrt war glücklicherweise deutlich weniger stressig als erwartet, die Züge waren zwar voll, mein Hund hat sich aber absolut vorbildlich benommen und nachmittags um halb drei waren wir da: bei den Eltern von meinem Liebsten, wo wir mit Kaffee und Kuchen empfangen wurden. Inzwischen sind auch die Geschenke eingepackt, ich kriege die Augen wieder halbwegs auf, habe unfreiwillig eine längere Fahrradtour gemacht (nur eben zum Schlecker um die Ecke, und als sie es da nicht hatten, dann noch weiter und weiter  und weiter….). Jetzt ist der Hund nochmal dran mit einem schönen Spaziergang, nachher gibt es dann leckeres Abendessen und Bescherung. Ich wünsche Euch allen ein frohes, friedliche Weihnachtsfest und erholsame, entspannte Feiertage!

posted by on Allgemein

Kommentare deaktiviert für Unheimliche Begegnung

Es ist kein reines Vergnügen, in dieser Jahreszeit früh aufstehen zu müssen. Morgens um halb sieben, wenn der Wecker klingelt, lausche ich deshalb auch erstmal, ob ich Regen auf dem Dach hören kann. Ich schlafe direkt unter einem Dachfenster, höre ich nichts, ist es entweder trocken, oder es schneit. Dann folgt der Blick aus diesem Dachfenster: wie nass sehen die Straßen aus? Liegt Schnee? Es folgen Aufstehen und rein in die warmen Klamotten, dann geht es mit dem Hund raus. Um kurz nach halb sieben ist es stockdunkel, aber zunächst gehen wir ein Stück unsere Straße hinunter, da brennen die Straßenlaternen. Die meisten Fenster sind noch dunkel, gelegentlich sieht man hinter einem erleuchteten Fenster Leute mit wirren Haaren und im Bademantel, die als erste, morgendliche Tätigkeit die Kaffeemaschine einschalten. Wenn ich spät dran bin kommen mir manchmal auch schon diejenigen entgegen, die mit der Bahn zur Arbeit fahren müssen. Heute morgen war ich früh dran, leichter Nieselregen, kalt, nass und kein Mensch unterwegs. An der Ecke bin ich Richtung Feld abgebogen. Zwischen Ecke und Feld kreuzen noch zwei kleine Querstraßen den Weg, aus einer Querstraße kam eine Frau: warmer Rock, Pullover, keine Jacke, lange, wirre Haare. Nicht mehr jung, aber sehr aufrecht kam sie langsam auf mich zu, in der Hand eine Taschenlampe. Die Straße war von den Laternen beleuchtet und sie bewegte sich in Richtung Ortsmitte, die Lampe fand ich deshalb ungewöhnlich. Sie kam mir entgegen, als wir ungefähr auf einer Höhe waren habe ich ihr einen guten Morgen gewünscht. Sie blieb daraufhin wortlos stocksteif stehen, die Lampe neben sich auf den Boden gerichtet, den Blick an mir vorbei strikt geradeaus und wartete, bis ich vorbei war. Dann ging sie genauso wortlos und mit ihrer Lampe vor sich leuchtend weiter.

Den ganzen Weg durch das dunkle Feld hat mich die Begegnung beschäftigt. Was macht die frühmorgens ohne Jacke mit einer Taschenlampe auf der Straße? Was war das für eine seltsame Reaktion auf einen freundlichen Gruß? Gut, ich bin ein wenig morgenmuffelig, aber so schlimm kann mein „Guten Morgen“ nicht ausgefallen sein – oder doch? Auf dem Rückweg habe ich sie nicht mehr gesehen, ob sie mir wohl nochmal über den Weg läuft?

posted by on Allgemein

Kommentare deaktiviert für Spreche ich mit der Putzfrau?

Das Telefon klingelt ja immer dann, wenn man es nicht brauchen kann. Das gilt besonders für die nicht durchgängig angenehmen Telefonate. Diese Anrufe scheinen grundsätzlich immer dann zu passieren, wenn es gerade eigentlich gar nicht passt. Den ganzen Vormittag passiert nichts, nicht ein einziger Kunde ruft an um einen neuen Termin zu vereinbaren, niemand will etwas von mir und ich bin schon kurz davor, mit einem Kontrollanruf die Funktionsfähigkeit des Telefons auszutesten. Dann kommt eine Kundin, die besonders heikel ist und gerade dann, wenn sie halbwegs anfängt sich zu entspannen, klingelt das Telefon. Na gut, das könnte ja ein wichtiger Kunde sein, ich gehe also vorsichtshalber ran und melde mich wie immer mit: „Fußpflege und Kosmetik, Meier, guten Tag?“. Die Antworten kann man prima kategorisieren:

„Müller, guten Tag, ich möchte bitte mit der Geschäftsführung sprechen“ – da möchte ein Vertriebler besonders klug sein und denkt, er wird so direkt zur Geschäftsführung meines Großunternehmens durchgestellt.

„Firma xyz, guten Tag, wer ist denn bei Ihnen für das Marketing zuständig?“ Haha, auch gut. Ja klar, kleine Fußpflegen und Kosmetikstudios haben ja in vielen Fällen einen Mitarbeiter nur für das Marketing….

„Firma uvw, guten Tag, spreche ich mit der Geschäftsführerin“ – na, da hat jemand zumindest erkannt, dass bei einem Unternehmen dieser Größenordnung nicht damit zu rechnen ist, dass es außer mir noch eine Frau Meier im Geschäft gibt.

All diesen Anrufen gemeinsam ist: sie wollen mir etwas verkaufen. Im besten Fall ist es ein Händler, mit dem ich bereits zusammen arbeite. Die wissen allerdings in der Regel, mit wem sie vermutlich sprechen, und melden sich geschickter. In den meisten Fällen kann man davon ausgehen, da will mir jemand ein Zeitschriftenabo, einen Wasserspender, eine neue Krankenversicherung oder eine teure Werbetafel auf der Rückseite von etwas, das sich schon von vorne niemand anguckt, andrehen. Pure Zeitverschwendung und die Entspannung der heiklen Kundin ist auch dahin, bis ich mein: „Ja, das bin ich. Nein, danke, ich habe kein Interesse“ in den Hörer geflötet habe…

Immerhin: Geschäftsführung, zuständig für das Marketing, das bin ich alles in Personalunion. Auch Empfang und Anmeldung, Buchhaltung, Einkauf…. ich bin ja schon froh, dass noch niemand nach der Putzfrau gefragt hat, schließlich müsste ich auch da sagen: jawoll, das bin ich.

posted by on Allgemein

Kommentare deaktiviert für Weihnachtsgeschenke-Chaos

Weihnachten kommt ja immer plötzlich und unerwartet, gerade hat man noch entspannt den Beginn des neuen Jahres gefeiert, da ist schon wieder der 1. Advent und man fragt sich, was mit dem Rest vom Jahr eigentlich passiert ist. Bei mir bricht dann jedes Jahr das gleiche Chaos aus: Viel zu tun im Geschäft und dann auch noch die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Wenn es dann endlich soweit ist, würde ich am Liebsten nur noch zu Hause kuschelig zu zweit die Füße hochlegen und es besinnlich sein lassen. Das funktioniert natürlich nicht, da ist ja noch die Familie. In diesem Fall sogar zwei Familien, die uns sehen wollen: meine und seine. Neben der Tatsache, dass das eine halbe Deutschlandreise ist, beide Familien zu besuchen und von erholsamen Urlaubstagen nicht viel übrig bleibt, stellt sich da noch ein weiteres Problem: die Weihnachtsgeschenke!

Natürlich soll mein Liebster zu Weihnachten tolle Geschenke habe. Dann ist da noch mein Schwesterchen, die allerdings gerade im Ausland weilt und schon deshalb schwierig zu beschenken ist, aber natürlich auch etwas haben soll. Dazu kommen noch meine Eltern, die sich ja grundsätzlich nichts wünschen. So weit so gut, die Eltern waren dieses Jahr schon im Oktober erledigt: wir besuchen alle zusammen Silvester ein Konzert, da kann ich die Karten verschenken und fertig. Prima, dachte ich mir, ist das schon erledigt, dann bleibt noch mein Liebster und meine Schwester und dann bin ich schon durch. Falsch gedacht, versteht sich, da sind ja auch noch ein paar Freunde, sowie seine Eltern, Oma, Brüder, Schwägerin und Nichten und alle sollen sie beschenkt werden. Schwierig, besonders dann, wenn das Budget beschränkt ist, man aber trotzdem allen ein nettes Präsent machen möchte. Dazu kommt, dass es mir zeitlich in der Weihnachtszeit praktisch nicht möglich ist, einen entspannten Geschenke-Bummel zu machen oder selbst etwas zu basteln oder nähen. Vorher klappt das auch nicht, denn Weihnachten kommt, wie schon erwähnt, immer sehr überraschend. Also bleibt nur bestellen… Die gute Nachricht dabei ist aber: wir haben noch nicht den 23. Dezember und ich habe fast alles zusammen. Gestern erreichte mich noch ein großes, schweres Paket, auf ein Paket warte ich noch. Ein Nichten-Geschenk fehlt noch und eines für meinen Liebsten, das ist aber schon vorbereitet. Hurra! Hoffentlich fällt mir nicht am 22. noch ein, wen ich alles vergessen habe….

posted by on Allgemein, Geld und Finanzen

Kommentare deaktiviert für Wenn es kommt, kommt es dicke!

Ich glaube, ich habe noch nicht erwähnt, dass zur Zeit viel zu tun ist, oder? Hatte ich bestimmt noch nicht. Es ist Weihnachtszeit, da kommt schon was zusammen. Die Termine häufen sich, auch Gutscheine werden verstärkt nachgefragt. Ich habe also gut zu tun im Geschäft. Auch privat wollen Weihnachtsgeschenke besorgt und verpackt werden und der Urlaub organisiert. Dabei kommt es, wie es meistens kommt: wenn es kommt, kommt alles auf einmal:

Ich habe gestern die Bahnfahrt für die Familien-Weihnachts-Rundreise gebucht. Wir fahren zunächst zur Familie meines Liebsten in den Ruhrpott, danach weiter zu meiner Familie ins schöne Süddeutschland und pünktlich Neujahr wieder nach Hannover, denn direkt danach geht es mit der Arbeit weiter. Der Liebste besorgt seine Karten selbst, er hat eine Bahncard, ich habe also nur für mich und den Hund gebucht und schwer geschluckt, als ich nach Ausnutzung sämtlicher Sparpreise inklusive langer Fahrtzeiten immer noch auf einen Gesamtpreis von 270 Euro gekommen bin. Nur für die Fahrt, nur der Hund und ich. Dafür buchen andere einen kompletten Urlaub. Danke, Bahn, mit dem Auto wäre es kostengünstiger, soviel ist mal sicher. Kein Wunder, dass die meisten lieber mit dem eigenen PKW fahren, als sich von den Launen und Fahrplanschwankungen der Bahn abhängig zu machen….

So noch geschockt habe ich gestern Abend festgestellt, dass die Waschmaschine rumzickt. Erst weigerte sie sich abzupumpen, dann zu schleudern und als sie endlich doch schleuderte, klang es, als ob ich sie mit Ziegelsteinen beladen hätte. Auch beim anschließenden manuellen Drehen der Trommel fühlte es sich an, als ob sie seitlich anschlagen würde. Ganz großes Kino.

Ich wasche auch die Wäsche für das Geschäft in dieser Maschine und gerade im Moment fällt natürlich vermehrt Wäsche an. Ganz zu schweigen davon, dass ich vor dem Urlaub auch noch meine eigene Wäsche waschen muss. Es hilft nix, da muss der Waschmaschinendoc ran. Ich hoffe, er kann das gut Stück kostengünstig retten. Eine neue Maschine ist gerade nicht drin, aber ohne geht es ja auch nicht.

Heute ist ein neuer Tage, es regnet Bindfäden und beim morgendlichen Hundespaziergang war ich schon völlig durchnässt, bevor wir das Feld erreicht hatten (das ist direkt um die Ecke). Es kann also eigentlich nur besser werden!

posted by on Allgemein

1 comment

Die letzten Tage war hier gar nix los. Das lag nicht daran, dass ich mal auf der faulen Haut gelegen habe, ganz im Gegenteil, nur hier im Blog konnte ich nicht arbeiten. Getan hab ich aber einiges in der vergangenen Woche: im Geschäft geht das Weihnachtsgeschäft los, die Texterflotte wollte einige Texte von mir haben und Bloggen kann ich ja immer erst abends, wenn ich mit der Tagesarbeit soweit durch bin. Oder eben am Wochenende, so wie jetzt. Wobei ich gestern eingeladen war, da war es dann auch nix mit bloggen.

Mittwoch und Donnerstag war ich beim Piratenstammtisch in Wennigsen und beim Piraten-Arbeitstreffen in Hannover. Auch das braucht jedes mal Zeit, aber Engagement geht vor bloggen, finde ich. Nur wählen gehen reicht nicht, meine ich, wer etwas verändern will, muss mehr tun. Das versuche ich jetzt also, um den Preis, dass ich Donnerstag und Freitag recht müde durch die Arbeitstage gestolpert bin und am Ende nicht gebloggt habe.

Dazu kommt wie gesagt, dass das Weihnachtsgeschäft los geht. Wie jetzt, Weihnachtsgeschäft bei der Fußpflege? Ja, durchaus. Ich verkaufe ja auch Produkte, das wird leider vor Weihnachten nicht sehr viel mehr. Verstärkt verkaufe ich aber Gutscheine für Behandlungen, auch mal für Wellness-Behandlungen. Diese Woche haben wir außerdem unsere Flyer erhalten, die hoffentlich heute verteilt und unter die Leute gebracht werden (das ist zur Abwechslung nicht mein Job). Dazu kommt, dass vor Weihnachten alle nochmal zur Fußpflege wollen. Weihnachten und das Jahresende lösen das Bedürfnis aus, vor dem Neuanfang alles nochmal in Ordnung gebracht zu haben, auch die Füße. Vielleicht sitzen auch alle barfüßig unter dem Baum oder haben Angst, der Weihnachtsmann würde die Füße vor der Geschenkverteilung kontrollieren? Wer weiß…. Vor Weihnachten kommen jedenfalls auch alle, die ich das ganze Jahr kaum sehe, nochmal an und brauchen dringend einen Termin. Dazu kommt, dass ich zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub habe (hurra!!!) und dann nicht da bin. Allein die Ankündigung von Urlaub löst bei einigen Kunden schon einen Reflex aus, sich vorher noch einen Termin geben zu lassen. Das ist ein bisschen wie vor Feiertagen im Supermarkt: danach gibt’s nix mehr, da müssen vorher Hamsterkäufe getätigt werden. Hamster-Fußpflege, sozusagen. Dazu kommt, dass alle sehr im Stress sind vor Weihnachten, so dass in dieser Zeit besonders kurzfristig Termin verschoben, abgesagt oder einfach vergessen werden. Das führt fast zwangsläufig zu Chaos in meinem Terminkalender. Natürlich versuche ich, alle Kunden wunschgemäß mit Terminen, Behandlungen und Gutscheinen zu versorgen – Ihr bekommt es jetzt zu spüren, denn das bloggen kommt dabei etwas zu kurz. Aber keine Sorge, Weihnachten ist nicht mehr weit und am Jahresanfang werde ich vermutlich mehr Zeit haben, da geht nur zur Fußpflege, wer unbedingt muss. Ihr Geld haben sie alle vor Weihnachten ausgegeben.

posted by on Allgemein

Kommentare deaktiviert für Weihnachtliche Deko-Orgie

Schaufenster-Teil, weihnachtlich dekoriertIch bin eher nicht so der Deko-Fan. Angeblich haben ja die meisten Frauen das so im Blut, dass sie unglaublich gerne dekorieren und mit allerlei Schnickschnack Wohnung, Haus, und alles, was sonst noch nicht bei drei auf den Bäumen ist dekorieren. Diese Entwicklung ist an mir vorbei gegangen, in meiner Wohnung zünde ich im Winter gelegentlich eine Kerze an, das muss reichen.

In meiner Wohnung ist das ja auch egal, aber im Geschäft, insbesondere im Schaufenster muss immer wieder neu dekoriert werden. Im Herbst habe ich deshalb schon eher flüchtig einige Zierkürbisse über das Schaufenster verteilt, jetzt ist es aber allerhöchste Zeit für die Weihnachtsdeko.

alle Deko-Artikel zusammen gerafftIch bin also neulich ins Geschäft gegangen und habe neben dem wöchentlichen Großputz auch die kompletten Weihnachtsdekorationsartikel raus gesucht. Zum Glück kam mein Liebster gerade, als ich alles zusammen hatte, so habe ich ihn gleich mit der Schaufenster-Dekoration beauftragt. So richtig begeistert war er nicht, aber er hat es gemacht. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder?

In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar Päckchen und ein paar Hinweise auf Produkte, Gutscheine und ähnliches im Schaufenster verteilen, dann sind wir fertig für das Weihnachtsgeschäft!

Großer Aufwand für eine kurze Zeit, am 6. Januar muss alles wieder weg sein. Was macht man dann? Eine extra Winter-Deko oder geht man von der Weihnachtszeit direkt zur Frühjahrs-Dekoration über?

WordPress SEO fine-tune by Meta SEO Pack from Poradnik Webmastera
Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial