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Da macht sich früh am morgen leichte und völlig unbegründete Heiterkeit breit: endlich spricht es mal einer aus! Anlass ist die Abstufung von zehn deutschen Landesbanken durch die Ratingagentur Moodys. Mal so nebenbei: jetzt sind die Ratingagenturen ja in aller Munde und alle Augen auf sie gerichtet – aber kanntet Ihr die vor der Euro-Krise? Ich habe mir ja sagen lassen, bei Geldanlagen hätte man schon immer auf das Rating geschaut, na gut, dann ist mir was entgangen. Mag daran liegen, dass ich selten mehr als den Inhalt meiner Portokasse zu verwalten habe, das Anlegen von Geld in größeren Summen ist mir fremd, sollte ich mal ein paar Kröten übrig haben, reicht mir dafür ein Sparbuch oder ich lege sie unter das Kopfkissen….

Gut, Moodys stuft also zehn Landesbanken zurück. Darüber berichtet auch die Süddeutsche, noch viel wichtiger finde ich aber, was diese im zweiten Teil des Artikels schreibt:

Der Euro-Gruppenchef und luxemburgische Regierungschef Juncker (die Euro-Gruppe, das sind die Finanzminister der Euro-Staaten, die setzen sich zusammen, dann sind sie eine Gruppe rund um den Euro) kritisiert den deutschen Umgang mit der Krise. Zwei Hauptkritikpunkte hat er. Einer ist moralisch: die Art, wie Deutschland südeuropäische Staaten kritisiert ist nicht in Ordnung. „Es erscheint bequemer, zu sagen, die Menschen im Süden wären faul, und die Deutschen würden malochen. So ist das aber nicht“ – und da hat Juncker wohl Recht. Zumal die Begründung dafür gleich der zweite Kritikpunkt ist: „Ich halte die Höhe der deutschen Schulden für besorgniserregend.“ Weil Deutschland nämlich, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, höher verschuldet ist als das Krisenland Spanien!

Jetzt muss man der Ehrlichkeit halber wohl zugeben, dass Banken-Rettungspakete und Euro-Rettungsschirme die Schulden Deutschlands natürlich nicht gesenkt haben – im Gegensatz zu der peinlichen Korrektur noch peinlicherer Rechenfehler. Aber letztendlich bestätigt das, was ich schon lange befürchte: wir sind alle viel zu hoch verschuldet. Kein einziger Industriestaat wird je in der Lage sein, seine Schulden zurück zu zahlen.

Gestern kam der Schulden-Peter wieder bei RTL, unter seiner Fuchtel hat eine Familie mit wirklich gutem Einkommen, die sich total verschuldet hat mit ihrem Haus, das Haus mit großem Verlust verkauft und sich in die Verbraucher-Insolvenz begeben. Das ist es letztendlich, worauf es bei den Euro-Staaten auch hinausläuft: das Einkommen ist nicht schlecht, aber die Schulden einfach zu hoch, so dass sie (wir! Das sind WIR!!!) am Ende alles verlieren werden. Immerhin: die Familie wird damit nach sieben Jahren ihre Schulden los sein. Für Europa sieht es weniger rosig aus…

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Kommentare deaktiviert für Genug Demokratie, jetzt wird wieder ernst gemacht!

Nach dem arabischen Frühling ging es plötzlich auch im Westen los. Die politische Stimmung kocht, das liegt daran, dass eine Krise die nächste jagt. Immer wieder versuchen uns die Politiker zu erklären, sie hätten die Krise jetzt im Griff. 2008 die Bankenkrise, Banken gerettet, alles gut. Jetzt die Eurokrise, Irland häuft zu viele Schulden an, Griechenland, ein neuer Gipfel, ein neues Hurra. Nur von kurzer Dauer, die Griechen machen klar, dass sie die Bedingungen nicht akzeptieren, eine Volksabstimmung wird angesetzt, die Demokratie scheint zu siegen – aber schon wird sie wieder abgesagt. Italien feiert den Rücktritt von Berlusconi und glaubt, mit Monti das Blatt werden zu können. Die Banken müssen mal wieder gerettet werden, zwischendurch scheiterte auch Obama fast an den Staatsschulden, trickste sich aber wieder raus.

Da ist es kein Wunder, dass die Menschen immer mehr das Gefühl haben, dass hier die Macht falsch verteilt ist. Da haben die Banken die Geschicke ganzer Staaten in der Hand und für diese Machtposition werden sie auch noch von den Staaten gepampert und mit Rettungsschirmen aufgepäppelt, wenn sie sich verkalkuliert und verspielt haben. Gegen die Macht der Banken und soziale Ungerechtigkeiten gingen die Menschen auf die Straße. Mit Occupy Wall Street fing es an und schwappte über. An verschiedenen Orten entstanden Occupy-Camps, für Ihre Überzeugungen und Ihre Forderungen zogen die Menschen nicht nur auf die Straßen, sie blieben auch da: auf den Straßen. In Zelten, über Wochen und Monate hinweg. Gelebte Demokratie, eindrucksvolle und dabei friedliche Demonstrationen, die über alle Unterschiede hinweg das gleiche Elend anprangern. Das Internet spielte eine wichtige Rolle bei der Verbreitung dieser Bewegung, aber auch ohne Technik verständigen sich die protestierenden Menschen, bedienen sich des „human microphones“, wo keine Lautsprecher möglich sind.

Das ist so unglaublich, so beeindruckend, so faszinierend – und so wichtig, denn es zeigt eine Meinung, eine Stimmung und eine Tendenz, die die Politiker nicht dauerhaft ignorieren können. Fassungslos haben Politiker und Banken sich das Spektakel einige Wochen angeschaut. Da machen die Bürger ernst, die gehen tatsächlich raus und stehen für ihre Überzeugungen ein! Tja, nun muss es aber auch reichen. Unerwartet werden jetzt Occupy-Camps geräumt. Überraschend ist vor Allem, dass es überall gleichzeitig passiert: New York, Zürich, London, an all diesen Orten werden die Camps aufgelöst und die Demonstranten vertrieben. Vielleicht ist der zeitliche Abstand auch nur deshalb so gering, weil sich zeigt, dass die Demonstranten wirklich friedlich sind. Sie protestieren, aber sie kämpfen nicht mit Gewalt.

Ob das jetzt das Ende darstellt, zumindest einläutet? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe, dass der Protest weiter geht. Friedlich, miteinander und vernetzt, ohne Gewalt, so wie es die demokratischen Grundordnungen vorsehen. Denn der Souverän ist das Volk – das darf jetzt gerne auch mal souverän agieren und die Karten neu verteilen. Ich hoffe darauf. Darauf wetten würde ich nicht, Veränderungen machen Angst, der Leidensdruck muss schon sehr groß sein, bevor es dazu wirklich kommt.

posted by on Geld und Finanzen, Gesundheit

Kommentare deaktiviert für Lebensmittel-Kreuzfahrten

Es gibt etwas, das man nie tun sollte, wenn man kostengünstig Lebensmittel einkaufen will: spontan und auch noch hungrig einkaufen! Die Gefahr ist groß, dass in diesem Fall lauter Leckereien im Einkaufswagen landen, die man gar nicht aufessen kann und zu denen man auch noch gar keinen Plan hat, wann und in welcher Kombination man sie essen möchte. Wer also sparen will, etwa um Schulden abbauen zu können, der tut gut daran, sich einen Einkaufszettel zu schreiben. Noch besser: einen Wochenplan machen, was man wann essen möchte, danach den Einkaufszettel schreiben und dann einkaufen gehen. Soweit die Theorie. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die meinen Praxis zu dieser Theorie durchkreuzen: ich kaufe nur schnell für einen oder zwei Tage ein, ich muss lange arbeiten, habe aber hinterher noch Hunger oder auch: ich laufe über einen Markt mit lauter leckeren, frischen Sachen. Alles fatal für Geldbeutel, die ersten beiden Möglichkeiten meistens auch für den Plan, mich gesund zu ernähren.

Wie macht man es also besser? Genau, erst planen. Für eine gesunde Ernährung ist viel Obst und Gemüse besonders wichtig, wenn man durch die Frische-Abteilungen der Supermärkte geht, dann sind die auch übervoll mit allem, was man sich so wünschen kann. Auch jetzt im November gibt es einfach alles: Äpfel, Bananen, Weintrauben, Erdbeeren, frische Salate, Kohlrabi… es gibt nichts, was es nicht gibt. Ein Blick auf die Schilder über den Körben zeigt aber meistens, dass der größte Teil der frischen Sachen eine Kreuzfahrt oder Flugreise um die halbe Welt hinter sich hat. Kurze Wege haben aber gleich zwei Vorteile: die Waren sind besonders frisch, weil sie keine langen Transportwege hinter sich haben und die Umwelt freut sich auch.

Im Winter ist das schwieriger, als im Sommer. Was kann man denn um diese Zeit frisch aus Deutschland kaufen? Hier ist es schließlich kalt und frostig, was wächst denn da? Im geheizten Gewächshaus eine ganze Menge, aber das will ich ja auch nicht, also frisch: Äpfel und Birnen gehen da den ganzen Winter über, die lassen sich gut lagern. Für Möhren gilt das Gleiche, teilweise können sie noch geerntet werden, sonst gibt es sie als Lagerware. Im November auch noch frisch: Quitten! Weintrauben dagegen gibt es jetzt nur noch aus dem Süden importiert und dass bei uns Bananen und Orangen nur selten wachsen, leuchtet ein.

Beim Gemüse ist die Auswahl glücklicherweise größer, als beim Obst. Praktisch alle Kohlsorten gibt es jetzt frisch: Blumenkohl, Brokkoli, Rotkohl, Weißkohl, Rosenkohl, Wirsing und natürlich: Grünkohl. Außerdem Kohlrabi, Steckrüben (die übrigens auch zum Kohl zählen) und Spinat. Dazu gibt es immer noch Kürbis, der zwar schon geerntet ist, aber auch noch gelagert wurde.

Und auch bei den Salaten ist noch einiges frisch zu haben: Radieschen, Chinakohl und Feldsalat etwa. Kopfsalate kommen dagegen meistens aus dem Gewächshaus, das macht eine schlechte Energiebilanz und häufig sind auch die Nitratwerte sehr hoch. Gurken und Tomaten kommen übrigens praktisch ganzjährig aus dem Gewächshaus.

Na, da sind doch einige Möglichkeiten dabei. Ganz wichtig: immer auf die Schilder schauen, oft kommen Sorten, die auch in Deutschland erhältlich wären, trotzdem aus wärmeren Ländern, weil sie billiger erhältlich sind. Hier können wir nur als Verbraucher etwas ändern, indem wir Ware mit kurzen Wegen bevorzugen. Mein Favorit ist hier der Einkauf auf dem Markt – aber immer mit Einkaufszettel!

Bei Verbraucher fürs Klima gibt es übrigens einen tollen Saisonkalender, der genau zeigt, welche Sorten in welchen Monaten frisch erhältlich sind.

Geht es voran?

Nov
2011
14

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Der Anfang ist nie leicht, das war mir von vornherein klar. Und mal ehrlich: wer sollte denn schon lesen wollen, was sich so über das Leben und seine Irrungen und Wirrungen denke? Trotzdem habe ich gehofft (und hoffe es natürlich immer noch), dass ich den einen oder anderen Leser gewinnen kann. Im Moment stellt sich das allerdings wieder mal eher zäh da. Die Bloggerei  meint nach wie vor, ich hätte so ungefähr einen Besucher am Tag, die Statistiken zeigen zwar ein paar mehr, aber so richtig viel mehr als 4 oder 5 am Tag werden es da auch nicht. Die meisten kommen, wenn ich bei einem anderen Blogger einen Kommentar hinterlassen habe. Da scheint mir doch noch was zu fehlen? Genau, die Suchmaschinen. Die spielen überhaupt keine Rolle bisher, und so kann es wohl auch nicht so richtig viel werden mit den Besuchern. Ich werde mich also wohl doch dem eher ungeliebten Thema SEO ein wenig widmen müssen und mir mal einige Tipps zu Gemüte führen, wie ich besser gefunden werde. Könnte natürlich schwierig sein, bei meinem Themen-Sammelsurium. Na, wir werden sehen. Demnächst will ich übrigens mit noch einem Blog an den Start gehen, diesmal sehr themenbezogen zum Thema Hunde: Erziehung, Ernährung, Gesundheit und natürlich meine eigenen Hundegeschichten. Da wird es bestimmt ein wenig einfacher. Aber noch bin ich hier und nutze die Chance zum Üben, auch dieser Blog muss ja einigermaßen zu platzieren sein! Oder? So gelegentlich ein Kommentar wäre jedenfalls unglaublich aufbauend, nur so als Hinweis 😉

Ansonsten habe ich momentan ein wenig Probleme damit, mich aufraffen zu können. So viel zu tun und so wenig Motivation. Auch für den Blog fehlen mir gerade so die Themen, die mir auf der Seele liegen würden. „Döner-Morde“ finde ich als Ausdruck ganz furchtbar und sehr respektlos, aber darüber haben sich schon so viele andere geäußert. Da bleibt mir doch nur die Freude, dass zumindest bei der ARD heute die Rede war von „Morden an türkischen Kleinunternehmern“. Danke!

So, jetzt versuche ich  mich mal noch an ein paar anderen kleinen Baustellen und hoffe darauf, dass Ideen und Motivation morgen wieder größer sind.

Abendliche Heimkehr

Nov
2011
13

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Es fiel mir ja schon ziemlich schwer, aber nach einem schönen Wochenende bei meinem Liebsten habe ich mich vorhin in mein Auto gesetzt, um wieder nach Hause zu fahren. Ich hätte grundsätzlich auch noch bis morgen früh bleiben können, aber der Kater war schon seit 48 Stunden allein zu Hause und ich weiß, dass er das nicht mag, er liebt die Gesellschaft. 48 Stunden gehen immer ganz gut, ich mache das Katzenklo sauber bevor ich gehe und sorge für ausreichend Futter, dann geht das, aber länger mute ich ihm ungern zu, es sei denn, ich habe jemanden, der zwischendurch mal nach ihm schaut.

Für den Kater also habe ich  mich direkt nach dem leckeren Abendessen entschlossen, wieder nach Hause zu fahren. Abfahrt halb acht in Hannover, über die B65 Richtung Heimat. Bis Göxe war alles prima, kurz vor Göxe bin ich unerwartet in eine weiße Wand gefahren. Ab dann hiess es mehr tasten als fahren, in der dicken Nebelsuppe hatte ich das Gefühl, durch eine mir völlig fremde Landschaft zu fahren.

Langsam und tastend hab ich schließlich auch meinen Wohnort erreicht und bin durch die Straßen nach Hause geschlichen. Es war kurz nach acht, kein Mensch, nicht ein einziger war auf den Straßen. Kurz noch mit dem Hund um die Ecke, an den Schrebergärten vorbei in Richtung Bahnschienen. Die einfahrende S-Bahn habe ich zwar gehört, gesehen habe ich sie und ihre drei weißen Lichter aber erst, als ich praktisch vor ihr stand.

Für richtig schöne Fotos war es leider zu dunkel und ich habe nicht die richtige Kamera dafür, obwohl der Anblick der kahlen Äste, die sich über die Gartenzäune der Schrebergärten reckten, nur halb und verschwommen sichtbar im Nebel, jedem Horrofilm Ehre gemacht hätten. Aber es war kalt, es war feucht, es war einsam und so war ich sehr froh, als ich mit Hund und Gepäck in meine warme Wohnung zu dem schnurrenden und maunzenden Kater gehen konnte. Ne, ganz ehrlich, so romantisch das manchmal aussieht: ich mag den Herbst nicht! Und den Winter auch nicht, ich plädiere nach wie vor für einen gepflegten Winterschlaf von Anfang November bis Ende Februar.

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Weihnachten 2008 habe ich das erste Mal vom Grundeinkommen gehört. In meiner alten Heimat saß ich mit einem Freund zusammen im Café und wir haben gemeinsam über das Leben, die Welt und das ganz Drum Herum diskutiert. Er erwähnte das bedingungslose Grundeinkommen, das mir so gar nichts sagte. Er hat mir dann ein Buch mitgegeben, „Einkommen für alle“ von Götz Werner. Das habe ich dann gelesen, dann wieder weggelegt, dann weiter gelesen. Die Idee fand ich spannend und dachte mir „ja, das wäre es“. Ein Einkommen, unabhängig davon, ob und was ich arbeite. Geld zum Leben, ohne Sorge, dass es einem genommen wird. Wer jemals wirkliche Existenzängste hatte, kann sicher nachvollziehen, was diese Vorstellung bewirken kann. Ich habe jahrelang in einer Beziehung verharrt, die eine Sackgasse war, weil ich befürchtete, plötzlich völlig mittellos dazustehen, wenn ich sie beenden würde. Das bedingungslose Grundeinkommen bedeutet die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden. Für eine Arbeit, für einen Lebensentwurf, ohne Sorgen, dass das Geld nicht mehr reicht für die lebensnotwendigen Dinge.

Vor etwa 2,5 Jahren folgte dann die Online-Petition von Susanne Wiest zum Grundeinkommen. Ich habe sie mit unterzeichnet und war gespannt, was daraus wird. Inzwischen ist viel passiert: Die Petition wurde 1,5 Jahre später vor dem Petitionsausschuss des Bundestages vorgetragen von Susanne Wiest, die sich hervorragend geschlagen hat und exzellent vorbereitet war – ganz im Gegensatz zu den Abgeordneten, die sich häufig völlig ohne Sachkenntnis und Interesse mit pauschal ablehnender Haltung ohne sinnvolle Begründung zu Wort meldeten. Seither ist die Petition wohl ziemlich versandet, versackt in den bürokratischen Mühlen des Bundestages. Die Bewegung für das Grundeinkommen ging aber weiter, es wird zunehmend diskutiert, immer mehr Menschen kennen die Idee und lassen sich davon faszinieren.

Vor einiger Zeit ging ich dann auf die Suche nach einer Partei, die meinen Vorstellungen teil. Das war nicht einfach und nur eine Partei hat bisher das Grundeinkommen im Programm. Ich hoffe, es bleibt dabei, denn das wäre der Punkt, wo ich wirklich gerne mitarbeiten würde!

Jetzt aktuell habe ich verfolgt, was für Aktionen es gab zum einjährigen Jubiläum des Grundeinkommens vor dem Petitionsausschuss. Die Brief-Aktion fand ich sehr gelungen,wenn auch sehr klein, eine Radiosendung mit Interview von Susanne Wiest wurde dagegen für meinen Geschmack zu sehr zur Piraten-Werbesendung. Schade eigentlich, ich hätte es lieber gesehen, wenn es mehr um die Sache gegangen wäre.

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Kommentare deaktiviert für Mein Abgeordneter und ich

Zwei Tage Piratenpartei in Folge hinterlassen ihre Spuren: gestern war ich beim neu gegründeten Piratenstammtisch in Wennigsen, heute dann beim regulären Arbeitstreffen in Hannover. Kleine Schwierigkeiten immer inklusive, gestern habe ich erst den Stammtisch nicht gefunden (hatte sich gut getarnt), heute hätte ich um ein Haar quasi unfreiwillig Protokoll führen müssen. Das stellte sich aber so schnell als schwierig heraus, dass es mir glücklicherweise wieder abgenommen wurde. Blieben viele spannende Diskussionen, auch zum Thema Abgeordneten-Gehälter und Lobbyismus. Genug Input jedenfalls, dass ich hier mal meine 2 Cent zusammen fassen will.

Letztendlich sind die Abgeordneten doch bei uns allen angestellt. Sie werden von uns (aus-)gewählt und von uns dafür bezahlt, dass sie Arbeiten für uns erledigen. Der Einfachheit halber tue ich jetzt mal so, als ob ich quasi meinen ganz persönlichen Abgeordneten bezahlen würde.

Mein Abgeordneter soll sehr wichtige Arbeiten für mich erledigen, ausgesprochen wichtige Arbeiten. Deutlich wichtiger als etwa meine Putzfrau, deshalb soll er auch mehr verdienen dürfen. Letztendlich möchte ich ihn sogar richtig gut bezahlen, denn der Job ist so wichtig, dass ich nur den Allerbesten dafür möchte. Um den zu bekommen, den Besten, muss ich natürlich entsprechend tief in die Tasche greifen, sonst verdient der in der Wirtschaft einfach besser, als bei mir, und für die so wichtige Arbeit als mein Abgeordneter bleiben nur machtgeile Idioten, die in der Wirtschaft nicht genug verdienen. Also richtig viel Geld soll er verdienen. Dafür gebe ich natürlich auch seinen Arbeitsvertrag und die Arbeitsbedingungen vor. Da stehen dann die entscheidenden Sachen drin: Gehalt, Zusatzleistungen wie ein Dienstwagen, Arbeitszeiten…. Selbstverständlich kann man über Gehaltserhöhungen, pardon, Diäten und ihre Erhöhungen verhandeln, keinesfalls kann er sich die aber selbst genehmigen. Das kann nur ich, ich bin nämlich der Arbeitgeber!

Was ich auch in den Arbeitsvertrag aufnehmen würde, das ist die Sache mit den Nebenjobs. Das ist ja absolut nicht unüblich, dass Nebenjobs laut Arbeitsvertrag verboten sind oder zumindest genehmigt werden müssen. Ich bin da ja durchaus anspruchsvoll, für mein hohes Gehalt erwarte ich auch einiges an Arbeitsleistung, das ist mit einer 40 Stunden Woche eher nicht zu leisten, da sind schon ein paar Überstunden mit eingeplant. Der Job ist anstrengend, große Konzentration und Hingabe ist gefragt. Ich denke nicht, dass mein Angestellter da noch Zeit hat für einen Nebenjob. Wenn er dann noch ehrenamtlich im Altersheim Geschichten vorlesen will, soll mir das Recht sein, aber für einen anspruchsvollen Posten im Aufsichtsrat einer Firma reichen seine Zeit und seine Arbeitskraft sicher nicht aus. Mal abgesehen davon, dass ich da durchaus Interessenskonflikte vermuten würde. Also kein Aufsichtsratsposten für meinen Abgeordneten. Dann läuft er auch nicht Gefahr, sich bei politischen Entscheidungen zwischen meinen Interessen und denen der Firme, in deren Aufsichtsrat er sitzt, entscheiden zu müssen. Wer die Musik bezahlt, sagt an, was gespielt wird, so sagt man doch? Wir bezahlen unsere Politiker, wir sagen an, was sie spielen – da verträgt es sich ganz schlecht (genau genommen gar nicht!), wenn diese außerdem Gehälter von Firmen und anderen Gruppierungen beziehen.

Über mehr Transparenz, darüber, dass ich seine Arbeit genau kontrollieren und im Blick haben möchte, darüber sprechen wir jetzt heute nicht mehr…

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Es ist grau, trüb, neblig, kurz: es ist richtiges Herbstwetter. Ziemlich kalt ist es inzwischen auch. Wenn der Nebel so hängen bleibt, wird es den ganzen Tag nicht wirklich hell. Es ist genau das Wetter, bei dem man sich, sofern einen die Arbeit nicht aus dem Haus treibt, in der Wohnung gemütlich einkuschelt, ein warmes Bad, eine Tasse heißer Kakao bei Kerzenschein, ein schönes Buch und eine kuschelige Decke, das sind die wichtigsten Utensilien für diese Jahreszeit. Und natürlich hat man bei diesem Wetter wieder viel mehr Zeit, um vor dem Computer zu sitzen. Nicht so wie im ollen Sommer, wo einen das Wetter und der Unternehmungsgeist ständig vor die Tür treibt….

Na gut, aber jetzt genug gekuschelt, da draußen bricht gerade die Euro-Welt in Scherben, die Politik lahmt und humpelt so sehr, dass man sich fragt, ob ein Arzt noch hilft oder nicht gleich die Notschlachtung angesagt wäre und es gibt unzählige Baustellen und veränderungswürdige Zustände. Ich will etwas tun und ich will es jetzt. Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal ein Arbeitstreffen der Piratenpartei besucht und mich gefragt, ob das etwas für mich wäre. Ich habe mich durch die Parteiprogramme etliche Parteien gelesen, festgestellt, dass sie häufig Wasser predigen und Wein saufen, also jedenfalls das Gegenteil von dem tun, für das sie als Partei eigentlich stehen. Die Piratenpartei ist noch chaotisch, aber ich mag die Ansätze, die vielen, offenen Beteiligungsmöglichkeiten und auch die Tatsache, dass sie noch nicht in allen Bereichen festgelegt sind. Ich will da mitmachen, zumindest genauer reinschauen. Heute Abend also der nächste Anlauf: in Wennigsen wird erstmalig ein Piratenstammtisch stattfinden, da bin ich dabei. Und wenn alles klappt fahre ich morgen wieder zum Arbeitstreffen nach Hannover. Nur rumsitzen und meckern kann ja jeder und zu Hause im stillen Kämmerlein wäre sowieso jeder der bessere, um nicht zu sagen beste, Staatschef. Ich bin neugierig, wohin mich dieser Weg jetzt führt, ob ich vielleicht in kurzer Zeit feststelle, dass ich doch auf dem Holzweg war, oder ob ich mich wohl fühlen kann in dieser Partei. Wir werden es sehen, ich halte Euch auf dem Laufenden!

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Peer ruft mal wieder zur Blogparade, und so schlecht trifft sich das gerade nicht, leide ich doch gerade vor allem unter einer meiner Sitzgelegenheiten. Da käme der ausgelobte 50 Euro Gutschein gerade Recht!

Also, es geht um das Arbeits-Sitzmöbel, den Bürostuhl. Wer könnte da besser mitreden, als ich? Immerhin habe ich aktuell drei davon, habe schon etliche verbraucht und leide dank einer Skoliose unter ständigen Rückenschmerzen. Allerdings habe ich es noch nie zu einem wirklich hochwertigen Bürostuhl gebracht. Den Vogel abgeschossen habe ich wohl im letzten Winter als ich aus Geiz Ersparnisgründen das Büro/Gästezimmer über Winter „geschlossen“, also nicht genutzt und nicht geheizt habe und abendliche Computer- und Büroarbeiten an den Esstisch im Wohnzimmer verlegt habe – inklusive der dazugehörigen Sitzgelegenheiten. Die wochenlangen, hartnäckigen und ganz fiesen Rückenschmerzen hörten erst auf, als die Temperaturen wieder anstiegen und ich das Büro und damit auch den Bürostuhl wieder benutzt habe. Na gut, ich lerne ja gelegentlich aus meinen Fehlern. Dieses Jahr habe ich also das Wohnzimmer geschlossen und sitze Abends auf dem Bürostuhl vor dem Computer. Wegen der größeren Bequemlichkeit heize und benutze ich am Wochenende auch das Wohnzimmer. Gegen die ständig latent vorhandenen Rückenschmerzen hilft das natürlich nicht, dagegen hilft aber mindestens zwei Mal pro Woche reiten (auf dem Rücken eines Pferdes – nur um Missverständnissen vorzubeugen!) – wenn meine Zeit und mein innerer Schweinehund das zulassen.

Derzeit benutze ich also drei Bürostühle.

Stuhl Nummer 1 steht in meiner Wohnung im Büro und Gästezimmer. Wenn nicht gerade der auf dem Bild zu sehende Mitbewohner ihn besetzt, sitze ich morgens kurz darauf, verbringe Mittags einen Teil meiner Mittagspause hier und abends sitze ich nochmal hier, wie jetzt, während ich blogge. Der Stuhl ist von Aldi und schon etliche Jahre alt, aber noch funktioniert er und fällt noch nicht auseinander, das sind aber auch seine einzigen sinnvollen Qualifikationen. Die Decke über der Rückenlehne ist meinem abendlichen verstärkten Wärmebedürfnis geschuldet, so kann ich mich bei Bedarf mal eben in meine Decke einkuscheln. Dieser Stuhl muss bei nächster Gelegenheit ersetzt werden, aber, wie gesagt, noch hält er.

Stuhl Nummer 2 steht in meinem Geschäft im Büro/Maniküreraum. Hier sitze ich während der Maniküren und zwischen den Terminen. Der Stuhl ist von Ikea und sicher auch nichts, um täglich acht Stunden darauf zu sitzen. Er ist inzwischen vier Jahre alt und dafür noch ganz gut in Schuss. Also, der tut es noch eine Weile, denke ich. Ergonomisch ist auch er nicht der Hit, aber ich sitze immer nur kurze Zeitspannen darauf, dafür geht reicht er allemal.

Stuhl Nummer 3 ist mein Arbeitsstuhl während der Fußpflege-Behandlungen. Es ist ein Sattelhocker. Leider auch ein billiges Modell, aber die Sitzhaltung eignet sich sehr gut für die Arbeit. Während der Behandlungen sitze ich deutlich weniger statisch, als man am Schreibtisch sitzt. Ich rolle um die Füße der Kunden herum, Beuge mich darüber, schaue seitlich und darunter, ich muss mich in verschiedenen Winkeln zu den Füßen befinden, um alle Arbeiten ausführen zu können. Dafür ist der Stuhl sehr gut geeignet, ich sitze sehr flexibel und mein Rücken wird immer wieder entlastet. Als ständiger Bürostuhl bei Computerarbeit könnte das schwierig werden, aber für diesen Zweck ist er ideal.

Drei Stühle, drei verschiedene Verwendungen. Na, wer bietet mehr?

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Kommentare deaktiviert für Flöten? Pfeiffen? Ach ne, Zwitschern!

Was so ein richtiger Blogger sein will, der muss wohl auch zwitschern, sagt man. Also habe ich mich jetzt auch bei Twitter angemeldet. Facebook, Google+, Blog, Twitter…. bin ich hip, oder was? Na, wir werden sehen. Anmeldung lief jedenfalls problemlos, als nächstes stellt sich die Frage: und wie krieg ich Twitter auf den/die/das Blog? Ahja, ganz einfach. Also relativ, wenn man denn seine eigene Twitter-URL erstmal kennt. Also, Ihr findet mich jetzt auch bei Twitter unter http://twitter.com/#!/ymeier. Bei Facebook und Google+ bin ich auch, kann mich aber noch nicht aufraffen, das auch zu verknüpfen, gerade Facebook ist doch recht privat…. vielelicht Google+, demnächst. Ich muss ja auch noch was haben, worüber ich schreiben kann. Also bloggen, meine ich. Und in Zukunft natürlich auch zwitschern.

Tja, und was schreibt man dann so? Alles doppelt und dreifach, in der Kurzform bei Twitter und die lange Verson dann im Blog? Vielleicht, doch, ankündigen kann man seine Blogposts ja mal. Und ansonsten vielleicht kurze Alltagsnachrichten, mal schauen, das wird sich wohl noch einpendeln.

So, das ist heute mal eine kurze Nachricht, ich muss jetzt weiter bei Twitter stöbern, damit ich da bald nicht nur rumstümpern, sondern richtig mitmischen kann.

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