2012

Jan
2012
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Ich bin 1972 geboren, bin also 1978 Jahren eingeschult worden. Es muss 1980, also in meinem zweiten Schuljahr gewesen sein, als meine damalige Klassenlehrerin uns fragte, was wir glauben, was wir im Jahr 2000, also 20 Jahre später, machen würden. 28 bin ich im Jahr 2000 geworden. 1980 war ich mir deshalb sicher, ich würde dann verheiratet sein, selbst Kinder haben und mit denen sehr viel Spaß haben und spielen. Beim Beruf war ich mir nicht so sicher, letztlich war der Plan ja auch Kinder zu haben und für diese Zeit zu haben. Wenn ein Beruf, dann natürlich einer, mit dem ich sehr zufrieden sein und gutes Geld verdienen würde.
2000 bin ich tatsächlich 28 geworden, jedoch unverheiratet und kinderlos. Aber ich hatte mich ein Jahr vorher selbständig gemacht, habe Webseiten erstellt und ich war sehr zufrieden damit! Kinder fand ich zu diesem Zeitpunkt nicht so sehr wichtig, aber mein Job hat mir viel Spaß gemacht und habe gehofft, so würde es weiter gehen und das Familienglück würde noch kommen.
Jetzt haben wir 2012. Ich bin immer noch unverheiratet und nach wie vor kinderlos, dieses Jahr werde ich immerhin 40 Jahre alt. Kinder möchte ich jetzt  nicht mehr, mich erschreckt die Vorstellung, dass ich im Rentenalter bin, bis sie erwachsen und mit ihrer Ausbildung fertig sind. Ich finde das aber nicht dramatisch, ein gutes Leben ist auch ohne Kinder möglich. Ich habe eine Beziehung, mit der ich sehr glücklich bin. Heiraten finde ich nicht mehr wichtig, ich kann ohne Papier glücklich sein. Ich bin nach wie vor selbständig, und die Tatsache an sich gefällt mir immer noch, wenn ich auch insgesamt ernüchtert bin. Ich habe die Branche zum größten Teil gewechselt, kümmere mich mehr um Füße und weniger um Webseiten, ich habe ein paar Höhen und etliche Tiefen miterlebt, ich steckte kurz vor oder eigentlich schon mehr in der Pleite und habe mich irgendwie wieder so halbwegs hochgerappelt. Es ist ein fragiles Gleichgewicht mit viel Unsicherheit, noch kann ich mich keineswegs in Sicherheit wiegen. Ich habe festgestellt, dass Selbständigkeit nicht nur Spaß mit harter Arbeit bedeutet, sondern auch Angst, Unsicherheit, Verlust, und eine Menge Ärger. Oft frage ich mich, ob es das wert war. Die Antwort ist: doch, das ist es wert. Ich bin sehr gerne selbständig, ich möchte das nicht mehr missen. Ich habe auch viel Sicherheit gewonnen, viele Ängste verloren, dafür sind andere dazu gekommen.
Was soll 2012 bringen? Veränderungen auf jeden Fall. Ich bin über Weihnachten und Silvester weggefahren. Meinen Jahresurlaub 2011 habe ich so praktisch mit pendeln von der Familie meines Liebsten zu meiner Familie quer durch Deutschland verbracht. Dadurch bin ich auf jeden Fall mal raus gekommen, habe den Alltag hinter mir gelassen und über vieles nachgedacht. Ich möchte einiges an meinem Leben ändern. Beruflich und privat. In den nächsten Tagen werde ich eine Liste machen mit den Dingen, die ich anpacken und ändern möchte und versuchen, sie in diesem Jahr abzuarbeiten. Ich bin sehr gespannt, wie mein Fazit am Ende dieses Jahres aussehen wird. Ich habe Ziele, die ich erreichen möchte, finanziell, materiell und ideell. Es gibt einen Kredit, den ich abbezahlen möchte in diesem Jahr, ich möchte weniger arbeiten und dafür mehr leben und ich möchte mich politisch engagieren. Wie gesagt, dieses Jahr wird zeigen, wie viel von diesen guten Vorsätzen ich umsetzen kann. Ich schaue optimistisch auf dieses Jahr, aber nicht ohne Skepsis. Die Neugier überwiegt aber: was wird es bringen? Mir und Euch, vor Allem Gutes, hoffe ich!
Frohes neues Jahr!

Tags: 2012

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