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Es gibt etwas, das man nie tun sollte, wenn man kostengünstig Lebensmittel einkaufen will: spontan und auch noch hungrig einkaufen! Die Gefahr ist groß, dass in diesem Fall lauter Leckereien im Einkaufswagen landen, die man gar nicht aufessen kann und zu denen man auch noch gar keinen Plan hat, wann und in welcher Kombination man sie essen möchte. Wer also sparen will, etwa um Schulden abbauen zu können, der tut gut daran, sich einen Einkaufszettel zu schreiben. Noch besser: einen Wochenplan machen, was man wann essen möchte, danach den Einkaufszettel schreiben und dann einkaufen gehen. Soweit die Theorie. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die meinen Praxis zu dieser Theorie durchkreuzen: ich kaufe nur schnell für einen oder zwei Tage ein, ich muss lange arbeiten, habe aber hinterher noch Hunger oder auch: ich laufe über einen Markt mit lauter leckeren, frischen Sachen. Alles fatal für Geldbeutel, die ersten beiden Möglichkeiten meistens auch für den Plan, mich gesund zu ernähren.

Wie macht man es also besser? Genau, erst planen. Für eine gesunde Ernährung ist viel Obst und Gemüse besonders wichtig, wenn man durch die Frische-Abteilungen der Supermärkte geht, dann sind die auch übervoll mit allem, was man sich so wünschen kann. Auch jetzt im November gibt es einfach alles: Äpfel, Bananen, Weintrauben, Erdbeeren, frische Salate, Kohlrabi… es gibt nichts, was es nicht gibt. Ein Blick auf die Schilder über den Körben zeigt aber meistens, dass der größte Teil der frischen Sachen eine Kreuzfahrt oder Flugreise um die halbe Welt hinter sich hat. Kurze Wege haben aber gleich zwei Vorteile: die Waren sind besonders frisch, weil sie keine langen Transportwege hinter sich haben und die Umwelt freut sich auch.

Im Winter ist das schwieriger, als im Sommer. Was kann man denn um diese Zeit frisch aus Deutschland kaufen? Hier ist es schließlich kalt und frostig, was wächst denn da? Im geheizten Gewächshaus eine ganze Menge, aber das will ich ja auch nicht, also frisch: Äpfel und Birnen gehen da den ganzen Winter über, die lassen sich gut lagern. Für Möhren gilt das Gleiche, teilweise können sie noch geerntet werden, sonst gibt es sie als Lagerware. Im November auch noch frisch: Quitten! Weintrauben dagegen gibt es jetzt nur noch aus dem Süden importiert und dass bei uns Bananen und Orangen nur selten wachsen, leuchtet ein.

Beim Gemüse ist die Auswahl glücklicherweise größer, als beim Obst. Praktisch alle Kohlsorten gibt es jetzt frisch: Blumenkohl, Brokkoli, Rotkohl, Weißkohl, Rosenkohl, Wirsing und natürlich: Grünkohl. Außerdem Kohlrabi, Steckrüben (die übrigens auch zum Kohl zählen) und Spinat. Dazu gibt es immer noch Kürbis, der zwar schon geerntet ist, aber auch noch gelagert wurde.

Und auch bei den Salaten ist noch einiges frisch zu haben: Radieschen, Chinakohl und Feldsalat etwa. Kopfsalate kommen dagegen meistens aus dem Gewächshaus, das macht eine schlechte Energiebilanz und häufig sind auch die Nitratwerte sehr hoch. Gurken und Tomaten kommen übrigens praktisch ganzjährig aus dem Gewächshaus.

Na, da sind doch einige Möglichkeiten dabei. Ganz wichtig: immer auf die Schilder schauen, oft kommen Sorten, die auch in Deutschland erhältlich wären, trotzdem aus wärmeren Ländern, weil sie billiger erhältlich sind. Hier können wir nur als Verbraucher etwas ändern, indem wir Ware mit kurzen Wegen bevorzugen. Mein Favorit ist hier der Einkauf auf dem Markt – aber immer mit Einkaufszettel!

Bei Verbraucher fürs Klima gibt es übrigens einen tollen Saisonkalender, der genau zeigt, welche Sorten in welchen Monaten frisch erhältlich sind.

Tags: Essen, Gesundheit, Umwelt

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