{"id":176,"date":"2011-10-28T22:46:21","date_gmt":"2011-10-28T20:46:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heilpraktiker-werden-blog.de\/wordpress\/?p=176"},"modified":"2011-10-28T22:46:21","modified_gmt":"2011-10-28T20:46:21","slug":"sackeweise-mull","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alltagsdschungel.de\/?p=176","title":{"rendered":"S\u00e4ckeweise M\u00fcll"},"content":{"rendered":"<p>Da lese ich so durch die Mailingliste der Piratenpartei Hannover und pl\u00f6tzlich geht es um den M\u00fcll. Um Erh\u00f6hung der M\u00fcllgeb\u00fchren, verschiedene Entsorgungsunternehmen und um M\u00fclltonnen oder M\u00fclls\u00e4cke. Na, da haben sie mir doch mein Lieblingsthema auf dem Tablett serviert. Gro\u00df geworden bin ich\u00a0 mich dem klassischen M\u00fclltonnen-Prinzip: M\u00fclltonne vor dem Haus, und wenn der M\u00fclleimer in der Wohnung voll war, wurde er da hinein ausgeleert. Etliche Umz\u00fcge mit immer dieser Vorgehensweise sp\u00e4ter kam dann der Kulturschock: in der Region Hannover wird der M\u00fcll s\u00e4ckeweise abgeholt. Daf\u00fcr kauft man sich im Supermarkt daf\u00fcr zertifizierte M\u00fclls\u00e4cke (Achtung, gibt es bei den meisten Discountern nicht, nochmal Achtung, der Preis hat es in sich), f\u00fcllt seinen M\u00fcll in diese S\u00e4cke und stellt diese dann einmal die Woche vor die T\u00fcr, wo sie abgeholt werden. So weit, so gut. Jetzt kosten diese S\u00e4cke aber ordentlich geld, um die 10 Euro f\u00fcr 15 S\u00e4cke mit 30 Litern Fassungsverm\u00f6gen. Wobei das zul\u00e4ssige Gesamtgewicht 10 kg betr\u00e4gt. Schwerere S\u00e4cke werden mit einem leuchtend roten Aufkleber stigmatisiert und nicht mitgenommen. Dann hei\u00dft es umf\u00fcllen und auf zwei S\u00e4cke aufteilen&#8230;.<\/p>\n<p>Das gilt \u00fcbrigens so nur f\u00fcr den Restm\u00fcll und f\u00fcr den Biom\u00fcll, f\u00fcr Wertstoffe und Papier gibt es kostenlose S\u00e4cke. Inzwischen gibt es f\u00fcr beides sogar Tonnen. Eine blaue Tonne f\u00fcr Altpapier kann man sich, freiwillig, vor die T\u00fcr stellen und eine gelbe Tonne f\u00fcr Wertstoffe. Schwarze und braune oder gr\u00fcne Tonnen f\u00fcr Restm\u00fcll und Biom\u00fcll gibt es dagegen nicht. Biom\u00fcll ist nat\u00fcrlich auch \u00fcberfl\u00fcssig, wer keinen Komposthaufen hat, der f\u00fcr die Pauschalentsorgung von Essensresten und Kartoffelschalen geeignet ist, ist selbst schuld. Wertstoffe und Papier kann man also in die Tonnen schmei\u00dfen, Biom\u00fcll kommt auf den Kompost, bleibt der Restm\u00fcll. Als Bewohner einer kleinen Etagenwohnung bedeutet das, dass man den M\u00fcll eine Woche lang in der Wohnung beh\u00e4lt. Das ist in vielen F\u00e4llen kein gr\u00f6\u00dferes Problem, k\u00f6nnte aber kritisch werden, wenn der M\u00fcll am Freitag Morgen abgeholt wird und Freitag Abend \u00fcberkommt einen das dringende Bed\u00fcrfnis nach einem halben gegrillten Hahn. Der wird geholt und zu Hause in Ruhe gegessen, die Knochen abgenagt und dann&#8230;. muss man es f\u00fcr eine Woche mit den zunehmend gammeliger werdenden H\u00e4hnchenresten in der Wohnung aushalten. Selbst das verpacken in mehrere Lagen Plastikt\u00fcten hilft nur bedingt bei sommerlichen Temperaturen unter dem Dach, der Kompost f\u00e4llt bei der Mietwohnung ohne Garten auch aus, w\u00e4re auch mehr ein Tipp, wenn einem die Nachbarschaft nicht so zusagt: das w\u00e4re ein Festmahl f\u00fcr Ratten! Ich muss den M\u00fcll in solchen F\u00e4llen unter Verschluss halten, denn je bel\u00e4stigter sich meine Nase f\u00fchlt, desto angezogener wird mein Hund von den Ger\u00fcchen. Da kommt Freude auf, irgendwann z\u00e4hlt man die Stunden bis zur n\u00e4chsten M\u00fcllabfuhr und wenn der stinkende Kram dann weg ist, z\u00e4hlt vor allem eins: Jetzt blo\u00df keine H\u00e4hnchen Gel\u00fcste bis, sagen wir, einen Tag vor dem Abholtermin. Und dann blo\u00df nicht verschlafen, sonst gibt es sieben Tage Verl\u00e4ngerung mit dem stinkenden M\u00fcll.<\/p>\n<p>Kleine Anekdote am Rande mit den so praktischen M\u00fclls\u00e4cken: neulich hing ich hinter dem M\u00fcllauto fest, dass sich im Schritttempo durch die Stra\u00dfen w\u00e4lzte. Der Entsorgungsfachmann hinten dran griff sich einen gef\u00fcllten Restm\u00fcllsack und bef\u00f6rderte ihn mit ge\u00fcbtem Schwung auf den Wagen. So genau hatte er aber nicht hingeschaut, der Sack blieb an der unteren Kante der Einwurf\u00f6ffnung kurz h\u00e4ngen und platze auf &#8211; ist halt nur d\u00fcnnes Plastik. Hinter dem langsam rollenden M\u00fcllwagen ergoss sich eine Mischung aus verschmutzter Kleintierstreu und K\u00fcchenabf\u00e4llen auf die Stra\u00dfe und hinterlie\u00df eine meterlange Spur, die vom Entsorger w\u00e4hrend der Fahrt kurz und m\u00e4\u00dfig interessiert betrachtet wurde&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da lese ich so durch die Mailingliste der Piratenpartei Hannover und pl\u00f6tzlich geht es um den M\u00fcll. Um Erh\u00f6hung der M\u00fcllgeb\u00fchren, verschiedene Entsorgungsunternehmen und um M\u00fclltonnen oder M\u00fclls\u00e4cke. Na, da haben sie mir doch mein Lieblingsthema auf dem Tablett serviert. 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