{"id":142,"date":"2011-10-17T22:39:16","date_gmt":"2011-10-17T20:39:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heilpraktiker-werden-blog.de\/wordpress\/?p=142"},"modified":"2011-10-17T22:39:16","modified_gmt":"2011-10-17T20:39:16","slug":"schulden-und-der-schnelle-weg-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alltagsdschungel.de\/?p=142","title":{"rendered":"Schulden und der schnelle Weg, Teil I"},"content":{"rendered":"<p>Aus eigener Erfahrung spreche ich hier nur f\u00fcr die Selbst\u00e4ndigen, aber f\u00fcr Angestellte Erwerbst\u00e4tige gilt \u00fcbertragen nat\u00fcrlich genau das gleiche. In den Schulden ist man n\u00e4mlich schnell drin. Da l\u00e4uft erst alles gut und prima und man nimmt einen Kredit f\u00fcr eine Anschaffung auf, dann l\u00e4uft es auf einmal nicht\u00a0 mehr so, und man denkt, dass das nur ein kurzes Tief ist und \u00fcberbr\u00fcckt das mit etwas geliehenem Geld. Und man kann einige Rechnungen nicht bezahlen. Zu den Rechnungen kommen dann noch Mahngeb\u00fchren und evtl. Zinsen, dann leiht man sich noch ein bischen Geld, um die Rechnungen zu bezahlen und bezahlt wieder ein paar Rechnungen nicht, um die Kreditraten zu bezahlen&#8230;. und wenn das kurze Tief dann doch nicht so kurz ist, dann hat man schon ein Problem und steht knietief im Mist, bevor man sich so richtig bewusst ist, was da passiert.<\/p>\n<p>Mit ein bischen Planung und \u00dcbersicht kann das nicht passieren, da erkennt man das rechtzeitig? Richtig. V\u00f6llig richtig. Vor allem bei anderen sieht man das immer sehr fr\u00fchzeitig. Bei einem selbst hat man da h\u00e4ufiger mal einen blinden Fleck und rechnet sich gerne die Zahlen mal sch\u00f6n. Das ist ja kein Problem, wenn n\u00e4chsten Monat dieser Auftrag kommt und der vom letzten noch bezahlt wird, dann hat man im Handumdrehen alles abbezahlt und ist wieder schuldenfrei und sorgenlos. Und dann kommt der Auftrag nicht und der Kunde, der noch zahlen muss, l\u00e4sst sich Zeit oder zahlt nicht, weil er selbst finanzielle Probleme hat und der Vermieter will trotzdem Geld&#8230;..<\/p>\n<p>Irgendwann stellt man sich dem Problem dann soweit, dass man einsieht, ein Schuldenproblem zu haben. Und jetzt kommt die schlechte Nachricht: einen wirklich schnellen Weg gibt es nur hinein, in die Schulden. Raus ist immer hart und steinig. Da lockt die Fernsehsendung &#8222;Raus aus den Schulden&#8220;, in der ein freundlicher, \u00e4lterer Herr nicht nur immer neu finanzielle Gesamtl\u00f6sungen aus dem Hut zaubert, sondern nebenher auch die privaten Probleme seiner Sorgenkinder l\u00f6st. Schuldnerberater ist er, und viele, die die Sendung gesehen haben und mit eigenen Schulden k\u00e4mpfen, suchen sich eine Schuldnerberatungsstelle und erhoffen sich dabei eine \u00e4hnliche Betreuung mit Rundum-Sorglos-Paket, wie im Fernsehen. Und auch hier die schlechte Nachricht: das leisten Schuldnerberater nicht.<\/p>\n<p>Trotzdem kann eine Schuldnerberatungsstelle ein absolut sinnvoller Anlaufpunkt sein. Aber bevor man diese aufsucht, macht es Sinn, dass man sich erstmal selbst seine Unterlagen vornimmt und zusammen sucht, was man zu zahlen hat.<\/p>\n<p>Dann macht es Sinn, wenn man zwei Tabellen anlegt. In einer Tabelle sammelt man alle monatlichen festen Ausgaben. Also all das, was auf jeden Fall jeden Monat bezahlt werden muss: Miete, Strom, Telefon, Versicherungen, Krankenkasse, Mitgliedsbeitr\u00e4ge, Abos &#8211; all das, was jeden Monat vom Konto runter geht. Und nat\u00fcrlich auch das, was nur viertelj\u00e4hrlich, halbj\u00e4hrlich oder j\u00e4hrlich runter geht wirt mit aufgef\u00fchrt. Wenn man Gl\u00fcck hat, f\u00e4llt einem dabei schon ein bischen was auf, das eigentlich v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig ist, wie der Mitgliedsbeitrag in einem Verein, bei dem man schon seit Jahren nicht mehr war.<\/p>\n<p>Die zweite Tabelle ist f\u00fcr alle Schulden. Angefangen mit den Krediten und Sachen, f\u00fcr die Ratenzahlungen vereinbart wurden. Und weiter mit allen offen stehenden Rechnungen und Betr\u00e4gen, die noch gezahlt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wenn man dann ausserdem noch weiss, was man jeden Monat einnimmt, dann ist man schon so weit, wie der Fernseh-Schuldnerberater auf seinem gro\u00dfen Flipchart auch: Man weiss, was reinkommt, was rausgeht und ob etwas \u00fcbrig bleibt und wieviel, um davon noch Schulden abzubauen. Wenn man soweit ist, kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, ob man zum Schuldnerberater geht.<\/p>\n<p>Das Wichtigste sind in jedem Fall die Vorarbeiten: sich einzugestehen, dass man ein Problem hat, dass sich nicht durch das Motto &#8222;Augen zu und durch&#8220; l\u00f6sen wird. Und alle Unterlagen zusammen suchen, sammeln, sortieren und durchsehen.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Fehler, den man machen kann, ist immer, Rechnungen unge\u00f6ffnet zur Seite zu legen. Ja, &#8222;ich will das Elend gar nicht sehen&#8220; ist v\u00f6llig verst\u00e4ndlich und menschlich, es verbessert nur die Situation nicht. Wenn Ihr Eure Situation verbessern wollt, dann heisst es: Augen auf und Anpacken!<\/p>\n<p>Was Ihr dann machen k\u00f6nnt, wenn Ihr Euch ein Problem eingestanden habt und wie es ab jetzt weiter gehen kann, gibt es im n\u00e4chsten Beitrag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus eigener Erfahrung spreche ich hier nur f\u00fcr die Selbst\u00e4ndigen, aber f\u00fcr Angestellte Erwerbst\u00e4tige gilt \u00fcbertragen nat\u00fcrlich genau das gleiche. In den Schulden ist man n\u00e4mlich schnell drin. 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