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Ich glaube, ich habe noch nicht erwähnt, dass zur Zeit viel zu tun ist, oder? Hatte ich bestimmt noch nicht. Es ist Weihnachtszeit, da kommt schon was zusammen. Die Termine häufen sich, auch Gutscheine werden verstärkt nachgefragt. Ich habe also gut zu tun im Geschäft. Auch privat wollen Weihnachtsgeschenke besorgt und verpackt werden und der Urlaub organisiert. Dabei kommt es, wie es meistens kommt: wenn es kommt, kommt alles auf einmal:

Ich habe gestern die Bahnfahrt für die Familien-Weihnachts-Rundreise gebucht. Wir fahren zunächst zur Familie meines Liebsten in den Ruhrpott, danach weiter zu meiner Familie ins schöne Süddeutschland und pünktlich Neujahr wieder nach Hannover, denn direkt danach geht es mit der Arbeit weiter. Der Liebste besorgt seine Karten selbst, er hat eine Bahncard, ich habe also nur für mich und den Hund gebucht und schwer geschluckt, als ich nach Ausnutzung sämtlicher Sparpreise inklusive langer Fahrtzeiten immer noch auf einen Gesamtpreis von 270 Euro gekommen bin. Nur für die Fahrt, nur der Hund und ich. Dafür buchen andere einen kompletten Urlaub. Danke, Bahn, mit dem Auto wäre es kostengünstiger, soviel ist mal sicher. Kein Wunder, dass die meisten lieber mit dem eigenen PKW fahren, als sich von den Launen und Fahrplanschwankungen der Bahn abhängig zu machen….

So noch geschockt habe ich gestern Abend festgestellt, dass die Waschmaschine rumzickt. Erst weigerte sie sich abzupumpen, dann zu schleudern und als sie endlich doch schleuderte, klang es, als ob ich sie mit Ziegelsteinen beladen hätte. Auch beim anschließenden manuellen Drehen der Trommel fühlte es sich an, als ob sie seitlich anschlagen würde. Ganz großes Kino.

Ich wasche auch die Wäsche für das Geschäft in dieser Maschine und gerade im Moment fällt natürlich vermehrt Wäsche an. Ganz zu schweigen davon, dass ich vor dem Urlaub auch noch meine eigene Wäsche waschen muss. Es hilft nix, da muss der Waschmaschinendoc ran. Ich hoffe, er kann das gut Stück kostengünstig retten. Eine neue Maschine ist gerade nicht drin, aber ohne geht es ja auch nicht.

Heute ist ein neuer Tage, es regnet Bindfäden und beim morgendlichen Hundespaziergang war ich schon völlig durchnässt, bevor wir das Feld erreicht hatten (das ist direkt um die Ecke). Es kann also eigentlich nur besser werden!

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Die letzten Tage war hier gar nix los. Das lag nicht daran, dass ich mal auf der faulen Haut gelegen habe, ganz im Gegenteil, nur hier im Blog konnte ich nicht arbeiten. Getan hab ich aber einiges in der vergangenen Woche: im Geschäft geht das Weihnachtsgeschäft los, die Texterflotte wollte einige Texte von mir haben und Bloggen kann ich ja immer erst abends, wenn ich mit der Tagesarbeit soweit durch bin. Oder eben am Wochenende, so wie jetzt. Wobei ich gestern eingeladen war, da war es dann auch nix mit bloggen.

Mittwoch und Donnerstag war ich beim Piratenstammtisch in Wennigsen und beim Piraten-Arbeitstreffen in Hannover. Auch das braucht jedes mal Zeit, aber Engagement geht vor bloggen, finde ich. Nur wählen gehen reicht nicht, meine ich, wer etwas verändern will, muss mehr tun. Das versuche ich jetzt also, um den Preis, dass ich Donnerstag und Freitag recht müde durch die Arbeitstage gestolpert bin und am Ende nicht gebloggt habe.

Dazu kommt wie gesagt, dass das Weihnachtsgeschäft los geht. Wie jetzt, Weihnachtsgeschäft bei der Fußpflege? Ja, durchaus. Ich verkaufe ja auch Produkte, das wird leider vor Weihnachten nicht sehr viel mehr. Verstärkt verkaufe ich aber Gutscheine für Behandlungen, auch mal für Wellness-Behandlungen. Diese Woche haben wir außerdem unsere Flyer erhalten, die hoffentlich heute verteilt und unter die Leute gebracht werden (das ist zur Abwechslung nicht mein Job). Dazu kommt, dass vor Weihnachten alle nochmal zur Fußpflege wollen. Weihnachten und das Jahresende lösen das Bedürfnis aus, vor dem Neuanfang alles nochmal in Ordnung gebracht zu haben, auch die Füße. Vielleicht sitzen auch alle barfüßig unter dem Baum oder haben Angst, der Weihnachtsmann würde die Füße vor der Geschenkverteilung kontrollieren? Wer weiß…. Vor Weihnachten kommen jedenfalls auch alle, die ich das ganze Jahr kaum sehe, nochmal an und brauchen dringend einen Termin. Dazu kommt, dass ich zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub habe (hurra!!!) und dann nicht da bin. Allein die Ankündigung von Urlaub löst bei einigen Kunden schon einen Reflex aus, sich vorher noch einen Termin geben zu lassen. Das ist ein bisschen wie vor Feiertagen im Supermarkt: danach gibt’s nix mehr, da müssen vorher Hamsterkäufe getätigt werden. Hamster-Fußpflege, sozusagen. Dazu kommt, dass alle sehr im Stress sind vor Weihnachten, so dass in dieser Zeit besonders kurzfristig Termin verschoben, abgesagt oder einfach vergessen werden. Das führt fast zwangsläufig zu Chaos in meinem Terminkalender. Natürlich versuche ich, alle Kunden wunschgemäß mit Terminen, Behandlungen und Gutscheinen zu versorgen – Ihr bekommt es jetzt zu spüren, denn das bloggen kommt dabei etwas zu kurz. Aber keine Sorge, Weihnachten ist nicht mehr weit und am Jahresanfang werde ich vermutlich mehr Zeit haben, da geht nur zur Fußpflege, wer unbedingt muss. Ihr Geld haben sie alle vor Weihnachten ausgegeben.

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Schaufenster-Teil, weihnachtlich dekoriertIch bin eher nicht so der Deko-Fan. Angeblich haben ja die meisten Frauen das so im Blut, dass sie unglaublich gerne dekorieren und mit allerlei Schnickschnack Wohnung, Haus, und alles, was sonst noch nicht bei drei auf den Bäumen ist dekorieren. Diese Entwicklung ist an mir vorbei gegangen, in meiner Wohnung zünde ich im Winter gelegentlich eine Kerze an, das muss reichen.

In meiner Wohnung ist das ja auch egal, aber im Geschäft, insbesondere im Schaufenster muss immer wieder neu dekoriert werden. Im Herbst habe ich deshalb schon eher flüchtig einige Zierkürbisse über das Schaufenster verteilt, jetzt ist es aber allerhöchste Zeit für die Weihnachtsdeko.

alle Deko-Artikel zusammen gerafftIch bin also neulich ins Geschäft gegangen und habe neben dem wöchentlichen Großputz auch die kompletten Weihnachtsdekorationsartikel raus gesucht. Zum Glück kam mein Liebster gerade, als ich alles zusammen hatte, so habe ich ihn gleich mit der Schaufenster-Dekoration beauftragt. So richtig begeistert war er nicht, aber er hat es gemacht. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder?

In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar Päckchen und ein paar Hinweise auf Produkte, Gutscheine und ähnliches im Schaufenster verteilen, dann sind wir fertig für das Weihnachtsgeschäft!

Großer Aufwand für eine kurze Zeit, am 6. Januar muss alles wieder weg sein. Was macht man dann? Eine extra Winter-Deko oder geht man von der Weihnachtszeit direkt zur Frühjahrs-Dekoration über?

Katzenwäsche

Dez
2011
05

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Kater Asterix putzt mit Hingabe mein Shirt

Mein Kater ist ein schon etwas älterer, sturköpfiger Herr. Wenn dem gnädigen Herren etwas nicht passt, dann wird das zarte Katzenstimmchen zum laut fordernden Geschrei: Mach mir die Tür auf! Gib mir was zu essen!! Kraul mich, und zwar sofort!!! Ist mir die sofortige Erfüllung besonders des letzten Wunsches nicht möglich, geht er ersatzweise den Hund nerven. Der kennt das schon und hat sich in sein Schicksal gefügt, ergeben lässt er sich vom Kater umschmusen und leckt ihm die Ohren. Hilft ja doch alles nichts, es ist bei uns wie in den meisten Katzenhaushalten: Der Kater ist der Boss, wir seine ergebenen Diener.

Manchmal jedoch wird der alte Herr schon etwas wunderlich. So bevorzugt er es zur Zeit, mit mir in das Badezimmer zu kommen, wenn ich duschen gehe. Dort ruht er dann auf der Badematte, womit er das Verlassen der Dusche doch deutlich behindert. Das stört natürlich nur mich, er findet das völlig in Ordnung so.

Heute allerdings hat er sich etwas neues überlegt. Während ich unter der Dusche war, hat er akuten Reinigungsbedarf bei meinem als Nachthemd genutzten T-Shirt festgestellt und sich sofort an die Arbeit gemacht. So fand ich ihn dann nach dem Duschen, hingebungsvoll in das Putzen meines Shirts vertieft, wobei er sich auch nicht ablenken lies. Nach getaner Arbeit hat er sich dann sehr zufrieden drauf gelegt, jetzt ist es also sauber. Nur leider voller Katzenhaare, aber das ist nur mein Problem, der gnädige Herr ist mit sich sehr zufrieden.

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In der Nacht wurden Häuser und Gegenstände im Ort mit rechten Parolen beschmiert

Gedankenlose Schmierereien sind schlimm genug, tatsächlich ist es noch übler, als ich gedacht habe, und rechtfertigt dann wohl auch den Polizeieinsatz: rechte Parolen und Hakenkreuze finden sich an den Wänden, an der Bäckerei steht „Deister-Legion“, wer auch immer das sein will. Da denkt man eben noch, man wohnt doch au f dem friedlichen Land (und das örtliche Käseblatt schlagzeilte ja auch „Es gibt keine rechte Szene“ (hier, bei uns ist gemeint), dann bekommt man so einen Schlag ins Gesicht.

Vermutlich waren es Jugendliche. Hoffentlich sind sie nur verblendet und frustriert, hoffentlich war es nur jugendlicher Übermut und kein feste Überzeugung. Aber wer weiß das schon, wenn solche Parolen nachts an die Häuser geschmiert werden?

Das Schlimmst daran ist, dass sie vermutlich noch ermutigt wurden durch die Berichterstattung in letzter Zeit. In allen Nachrichten und Medien kamen die Berichte über Rechtsradikale. Ja, sie haben eine Öffentlichkeit bekommen, nun kommen sie aus ihren Löchern gekrochen. Eigentlich kann man es jetzt nur falsch machen, denn totschweigen würde akzeptieren bedeuten und anprangern bringt Öffentlichkeit. Eine blöde Situation, die die Medien mit sensationsgeiler Berichterstattung nicht besser machen werden.

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In Großstädten führt das wohl höchstens noch zu mäßigem Unmut bei den Hauseigentümern, hier auf dem Land ist es aber eine große Sache. Ich habe mich bereits beim Gang zum Bäcker heute morgen gewundert: nicht nur auf der Hauptstraße konnte ich einen Polizeiwagen vorbei fahren sehen, auch in der Nebenstraße, durch die ich den Weg abgekürzt habe, kam mir ein blau-weißer Wagen entgegen. Das ist mehr als ungewöhnlich, da liegt die Vermutung nahe, dass etwas passiert sein muß.

Beim Bäcker erhielt ich dann gleich die Bestätigung, die Bäckerin war aufgebracht: „ja, da fahren sie jetzt und kontrollieren, die ganze Straßenseite ist betroffen sage ich ihnen!!!“

Um was es geht? Na, um Schmierereien an den Hauswänden natürlich. Bahnhof, Bushaltestellen, Mülltonnen und ähnliche öffentliche Einrichtungen erwischt es auch bei uns hier draußen regelmäßig, Schmierereien an den Häusern sind dagegen die Ausnahme. Das letzte Mal, an das ich mich erinnern kann, war 2007. Das ist mir dafür noch in lebhafter Erinnerung, denn es hatte auch mein Geschäft erwischt: am Briefkasten sieht man die Spuren immer noch, am Schaufenster konnte ich sie beseitigen, an der Wand hat der Vermieter sie entfernen lassen.

Diesmal hat es also die Bäckerei erwischt und mehrere Häuser auf der Straßenseite. Das brachte mich doch dazu, erstmal an meinem Geschäft vorbei zu gehen, immerhin ist das schräg gegenüber der Bäckerei. Auf der anderen Straßenseite, aber immer noch nah genug dran, um vielleicht auch betroffen zu sein. Diesmal habe ich aber Glück gehabt, ich konnte nichts entdecken. Schlimm genug ist es für die, die jetzt sehen müssen, dass sie ihre Häuser wieder sauber bekommen.

Wenn es denn wenigstens einigermaßen sehenswerte Graffitis wären, aber sinnlose Buchstabenreihen hingekrakelt, bestenfalls ein „Yo, Man“?

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Apfelstrudel mit Vanillesauce

„Lass uns doch mal wieder Grünkohl machen, ist doch die Zeit dafür“ habe ich gesagt, worauf mein Liebster antwortete „Lass uns Gäste dazu einladen“. Grundsätzlich ist da gar nichts dagegen einzuwenden, Gäste waren schnell eingeladen und die Ansage von meinen Liebsten war auch eindeutig: „Ich mache den Grünkohl mit Beilagen und eine Suppe vorweg. Du kannst Dich ja um das Dessert kümmern“. Ja toll, wie soll ich denn da noch bei den Gästen punkten? Wegen der zentraleren Lage sollte die Einladung bei ihm stattfinden, für Deko war ich also auch nicht zuständig, da bleibt mir ja nur ein tolles Dessert, das sogar dann noch gerne gegessen wird, wenn sich alle schon mit Grünkohl pappsatt gefuttert haben. Ganz toll. „Mach doch Bratapfel“ – die Anregung habe ich gleich wieder verworfen, aber den Grundgedanken beibehalten: Apfel.

Ich mache Apfelstrudel mit Vanillesauce habe ich also beschlossen und natürlich auch gleich lautstark an allen möglichen Stellen verkündet. Überall war zweifelndes Kopfschütteln zu sehen. Das ist ja so aufwändig, das ist gar nicht einfach….. Na, kein Problem, ich hatte schließlich ein tolles Rezept mit Video gefunden! Alle Zutaten wurden besorgt und los ging es. Zum Glück hatte ich ja Unterstützung, der Teig war streng nach Rezept nämlich so dünn und klebrig, dass ich ständig Hilfe beim Mehl zugeben brauchte. Dazu habe ich es tatsächlich geschafft, die Knethaken falsch herum in das Handrührgerät zu stecken. Ergebnis: der Teig zieht sich nach oben und wandert ruck zuck in das Innere des Geräts, wo es später Stunden kostet, den zähen, klebrigen Teig aus den Löchern wieder herauszubekommen. Also habe ich den Teig von Hand und unter ständiger Zugabe von Mehl fertig geknetet, dann mit viel Öl drei Stunden ruhen lassen. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten lief es dann aber wie von selbst. Der Teig war super und ohne Reißen prima zu verarbeiten, die Füllung war super lecker, die Vanillesauce brauchte ewig, um einzudicken, dafür war sie anschließend ebenfalls ein Gedicht.Apfelstrudel vor dem Backen - das sieht doch schon ganz gut aus

Nur die Gäste, naja, die waren schon von der tollen Radieschengrün-Suppe und dem Grünkohl mit sechs Sorten Fleisch so bedient, dass jeder nur noch ein Stück Apfelstrudel geschafft hat. Nicht so schlimm: da blieb mehr für uns übrig!

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Tja, es hilft nichts, der Adventskalender ist nicht da. Verschollen in den Weiten der Logistik. Björn rauft sich inzwischen die noch vorhandenen Haare und mir geht es kaum besser, wollte ich den Kalender doch verschenken. Zwischenzeitlich hat mich der Paketdienst also wieder einmal nicht gefunden. Heute sollte der Kalender dann an meine private Adresse geliefert werden, so hat Björn es mit der Hotline ausgehandelt. Da ich vormittags nicht da war, habe ich meine Vermieter um Hilfe gebeten und die haben freundlicherweise den gesamten Vormittag auf der Lauer gelegen und gewartet. Ab Mittag habe ich das übernommen und mich nicht aus dem Haus gerührt. Bis um kurz vor sieben, da meinte der Hund dann, wenn ich JETZT nicht mit ihm raus gehen würde, gäbe es ein Unglück. Um das zu vermeiden haben wir uns also auf den Weg gemacht und sind unter Erledigung weiterer, wichtiger Geschäfte (der Hund, nicht ich) zum Geschäft gegangen. Nur so, mal nachgucken, ob der Paketbote vielleicht da mal wieder war und einen Zettel hinterlassen hat, dass er mich nicht angetroffen hätte. Ich wäre ja quasi über jedes Lebenszeichen glücklich, aber auch da: nichts zu wollen.

Tja, was bleibt? Es ist der 3. Dezember, morgen ist Sonntag….. Falls Björn den Kalender nicht doch noch persönlich vorbei bringt, bleibt nur ein neuer Versuch mit einem anderen Paketdienst. Naja, immerhin habe ich es so bei Björn ins Blog geschafft!

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Bitte an den Götterboten

Ich habe ja neulich schon berichtet, dass der Adventskalender für meinen Liebsten im Versand versackt ist. Tatsächlich stellte sich bei einer Konsultation der Paketverfolgung heraus, dass der Götterbote mich offenbar einmal nicht angetroffen hat (aber auch keine Nachricht hinterlassen hat) und einmal festgestellt hat, dass ich an der angegebenen Adresse nicht ermittelt werden kann. In dieser Reihenfolge übrigens, laut Sendungsverfolgung.

Björn hat da also nochmal angerufen und nun sollte mir heute das Paket nochmal zugestellt werden. Das wäre toll, immerhin ist heute der 1. Dezember, also Zeit, das erste Türchen am Kalender zu öffnen. Um kurz vor eins musste ich dringend weg, eine Besorgung in einem Ort wenige Minuten entfernt stand an und konnte auch nicht verschoben werden, danach Termine in der direkten Umgebung meines Geschäfts. Ich habe also eine dekorative Bitte um Anruf auf dem Handy in meine Ladentür gehängt und mich auf den Weg gemacht in der Hoffnung, der Bote kommt nicht gerade dann, wenn ich am weitesten weg bin. Kam er natürlich doch, Murphy sei Dank.

Er hat tatsächlich angerufen, auf mich warten konnte er aber nicht, etwa zehn Minuten hätte ich gebraucht. Na gut, das kann ich nachvollziehen. Sagen, wo ich ihn treffen kann (ich wäre ihm hinterher gefahren) wollte er mir auch nicht. Er würde später nochmal vorbei kommen. Wann ungefähr das sein würde, konnte er aber auch nicht sagen. Wenn ich nicht ganztägig vor Ort sein kann, muss ich mir eben was einfallen lassen.

Dieser Anruf kam um kurz nach eins, ich hatte dann noch Termine, aber ab vier Uhr war eine instruierte und mit Geld ausgestattete Kollegin im Geschäft, ab halb sechs bis nach sieben war ich wieder da. In der Zeit kam der Paketbote nicht, eine Benachrichtigung gab es auch nicht, ob er vorher noch einmal da war, weiss ich nicht, angerufen hat er jedenfalls nicht noch einmal. Jetzt steigt die Spannung: wird der Götterbote morgen noch einmal auftauchen und meinem Liebsten einen Adventskalender bringen?

Ich weiss, anrufen und evtl. kurz warten oder irgendwo mit mir treffen ist ein echtes Entgegenkommen, ich bin deshalb bei den Paketdiensten auch immer sehr großzügig mit Trinkgeldern, ich weiss das zu schätzen. Es funktioniert auch meistens wunderbar, aber diesmal ist wirklich der Wurm drin. Der nächste Haken kommt: ich kann auch morgen nicht den ganzen Tag vor Ort sein und auch meine Nachbarn sind nicht zuverlässig, ganztägig immer erreichbar und bereit eine Nachnahme anzunehmen. Leider kann ich die Pakete der Paketdienste ja auch nicht irgendwo abholen, es ist wirklich vertrackt 🙁

Ein Königreich für meinen Zotter-Adventskalender!!!

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Ich bin ein wirklich kommunikativer Mensch. Tatsächlich bin ich sogar so kommunikativ, dass ich nach einem Arbeitstag, an dem ich ständig mit Kunden gesprochen habe, Euch noch meine Geschichten erzähle.

Ich habe inzwischen auch gute Multitasking-Fähigkeiten entwickelt. Die Erwartung der meisten Kunden scheint ungefähr so auszusehen: sie kommen zu mir, trinken einen leckeren Kaffee, nehmen ein wohltuendes Fußbad und unterhalten sich nett mit mir. Auf wundersame Weise sind nach diesem Kaffeekränzchen auch die Füße frisch und gepflegt, die Nägel gekürzt, die Hornhaut entfernt, eventuell sogar noch ein paar Problemstellen an den Füßen beseitigt. Eigentlich ist dann nur noch die Frage, warum man für so ein Kaffeepläuschchen auch noch Geld bezahlen muss?

Smalltalk und gleichzeitig konzentrierte Arbeit bekomme ich also gut hin und finde das meistens auch angenehm, ist ja Kommunikation und so. Meistens ist es auch ganz einfach, die Kunden möchten ja sprechen. Sie erzählen von ihrer Familie, ihrer Gesundheit, manchmal auch von Problemen, sonst vom letzten Urlaub, der bevorstehenden oder gerade stattgefundenen Familienfeier oder auch Klatsch und Tratsch aus dem Ort. Ich lebe und arbeite in einem ziemlich kleinen Ort, da weiß man zwangsläufig viel über die anderen Menschen, die dort leben.

Bei Klatsch halte ich mich so gut es geht raus. Als Tratschtante bekannt zu sein, macht selten ein gutes Bild und erhöht das Vertrauen der Kunden nicht. Also höre ich mir alles an, wenn ich selbst nach Neuigkeiten aus dem Ort gefragt werde, halte ich mich aber an allgemein bekannte Dinge: die gerade gelaufene große Beerdigung auf dem Friedhof, der Unfall auf der Autobahn, durch den es zu Stau im Ort kam – unverfängliche Themen. Trotzdem oder gerade deshalb: ich höre und erfahre extrem viel: Trennungen und Scheidungen, der trauernde Witwer, der mit dem Alltag so gar nicht klar kommt und damit seine Nachbarn überfordert, eine Serie von Bauchspeicheldrüsenkrebs-Fällen, betrogene Ehefrauen und weggelaufene Ehemänner, all diese Themen landen eher früher als später bei mir. Die Herausforderung liegt darin, sich zum entscheidenden Zeitpunkt auf ein „ja, ich kenne sie, sie ist so ein sympathischer, lebensfroher Mensch, das hätte ich ja nie vermutet“ zu beschränken.

Abgesehen davon: wenn sich ein Kunde eine Zeitschrift nimmt und lieber in Ruhe liest oder ein Schläfchen macht, finde ich das zur Abwechslung auch sehr angenehm und schreibe in der Zeit in Gedanken schon mal den nächsten Blogbeitrag 😉

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