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Ich habe es zur Abwechslung nicht verpasst und beim Picture My Day mitgemacht! Das war diesmal ein Samstag, für mich noch dazu ein Hausarbeitssamstag, aber hey, für die langweiligen Motive kann ich nix 😉

 

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Herr Wulff ist ein Thema, das hoffentlich bald endgültig abgeschlossen ist. Im Moment bewegt es die Gemüter aber noch. Monatelang hat er versucht uns mit Informationen in leicht verdaulichen Häppchen abzuspeisen und die unangenehme Geschichte mit stoischem Lächeln und dem verletzten Blick eines waidwunden Rehs auszusitzen. Erst als die Staatsanwaltschaft die Aufhebung seiner Immunität beantragte, hat er sich entschlossen, zurück zu treten. Spät, meiner Meinung nach zu spät. Ein Politiker, gegen den wegen Bestechlichkeit ermittelt wird an der Spitze des Staates? Das war endgültig zu viel.

Trotzdem stehen immer noch viele Bürger zu und hinter ihm. „Aber als Präsident war er doch gut“ sagte eine Kundin zu mir. Wieso „aber“? Konnte der sich aufspalten? In den Teil „bestechlicher Ministerpräsident“ der abgekoppelt vom aufrichtigen Bundespräsidenten war? Er konnte repräsentieren und die richtigen Worte im richtigen Moment sagen, viel mehr muss ein Bundespräsident nicht können, er hat ja keine Regierungsverantwortung. Glaubwürdig vertreten konnte er die schönen Worte allerdings nicht mehr. Ohnehin schon ohne wirkliche politische Verantwortung war er dann nur noch eine Puppe auf dem Präsidentenstuhl.

„Das war doch nur eine Pressekampagne gegen ihn, eine fiese Hetzkampagne!“ meint eine andere Kundin. Ja, die Presse ist durchaus Grund und Auslöser für seinen Rücktritt. Mit seinem Anruf bei Herrn Diekmann hat er sie gegen sich aufgebracht. Ohne jeden Zweifel sind da aber sehr seltsame Sachen passiert: Kredite, Urlaube, Bar-Rückzahlungen…. hätte das lieber weiter verborgen bleiben sollen? Wir müssen uns schon entscheiden, ob wir eine freie Presse wollen oder nicht. Ich möchte sie frei, auch dann, wenn sie gelegentlich unangenehm wird. Gelegentlich konnte einem Herr Wulff dabei schon leid tun. Persönlich kann ich seine Verletztheit, seinen Schmerz und seine Wut durchaus nachvollziehen. Das ändert aber nichts daran, was er getan hat, und davon hätten wir ohne die intensiven Recherchen der Presse vermutlich nie etwas erfahren.

„Mal ehrlich, wir würden doch auch einen Urlaub annehmen, wenn wir ihn geschenkt bekommen würden!“. Das war ebenfalls ein Argument. Die Kundin hat ohne jeden Zweifel recht: wenn mir jemand einen Urlaub schenken würde, würde ich ihn vermutlich annehmen. Der Unterschied liegt in der zu erwartenden Gegenleistung. Was könnte ein Urlaubs-Verschenker von mir erwarten? Kostenlose Fußpflege? Ohja, kein Problem, da wäre ich dabei! Das könnte natürlich wieder das Finanzamt auf den Plan rufen: geldwerte Leistungen, unversteuert und so. Deshalb gleich die schlechte Nachricht hinterher: Liebes Finanzamt, zu meinem großen Bedauern hat mir noch nie jemand einen Urlaub geschenkt. Auch nicht gegen Gratis-Fußpflege. Das ist doch die wahre Schweinerei: warum bekommt der einen Urlaub und ich nicht? Ach, genau, weil ich keine großen Wirtschaftsprojekte durchwinken kann.

Schlimm ist nicht, dass Herr Wulff in den Urlaub gefahren ist. Schlimm ist, dass man davon ausgehen kann, dass er dafür eine Gegenleistung erbringen sollte. Der Geber erwartet, dass er als Gegenleistung bei dem Politiker ein offenes Ohr für seine Wünsche findet. Das wiederum bedeutet, dass ein Politiker, der dem Wohl des Volkes verpflichtet ist, denn von diesem ist er gewählt, mehr auf das Wohl einzelner Personen und einzelner wirtschaftlicher Unternehmen schauen wird, möglicherweise auch zum Schaden des Volkes, das ihn gewählt hat. Er verpflichtet sich der Wirtschaft mehr, als der Gesellschaft.

Kaum hatte Herr Wulff die letzten Worte seiner Rücktrittsrede gesprochen und sich auf den Weg zurück nach Hause, nach Großburgwedel begeben, folgte die unvermeidliche Nachfolge-Diskussion. Jeder wollte und konnte einen tollen möglichen Präsidenten beitragen. Da waren durchaus skurrile Vorschläge dabei. Möchten wir wirklich einen Kabarettisten als Bundespräsidenten? Wenn nicht, warum sollten wir ihn vorschlagen? Auch gut: Marion Käßmann als Bundespräsidentin. Begründung: sie hat bereits bewiesen, dass sie weiß, wann man von einem Amt zurück treten muss. Oh, prima, das ist ja ein tolles Qualitätsmerkmal für das höchste Amt im Staat: der Amtsinhaber weiß, wann er seinen Stuhl zu räumen hat.

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Eine Kündigung ist für die meisten Arbeitnehmer eine ziemliche Katastrophe. Man rechnet jeden Monat mit dem Geld, das rein kommt, man richtet sich damit ein, man vertraut darauf. Plötzlich ist der Job weg und man steht auf der Straße. Wenn man Glück hat, bekommt man eine Abfindung, die das Ausscheiden versüßen soll, danach steht der Gang zum Arbeitsamt an. Manchmal kann man diese Situation auch als Chance begreifen, besonders dann, wenn der Job sowieso nicht mehr so richtig geschmeckt hat. Man kann nochmal neu durchstarten und ein Startkapital dafür hat man auch. Das geht umso leichter, wenn man sich vorher mal Gedanken darüber gemacht hat, was für Alternativen zur derzeitigen Situation es gibt.

Als Selbständiger kann man zwar nicht gekündigt werden, aber ohne Job dastehen kann man auch. Im schlimmsten Fall aufgrund einer Insolvenz, im besten Fall hat man das eigene Unternehmen verkauft. Im letzten Fall hat man dann auch ein wenig Geld in der Hand, aus dem Verkauf. In jedem Fall steht auch da die Frage an, wie es weiter geht.

Ich spinne den Gedanken für mich gerne ein wenig durch. Ich weiß ja nicht, was passiert und wie es weiter geht, in jedem Fall ist es viel weniger beängstigend, wenn ich mir schon überlegt habe, wie das für mich aussehen könnte. Die Gefahr einer Insolvenz scheint für den Moment gebannt, bliebe also noch der Unternehmensverkauf. In jedem Fall müsste dann der Verkaufspreis so hoch sein, dass ich die Kredite, die sich aus dem Geschäft ergeben haben, damit auslösen kann, sonst ist es ein Minusgeschäft. Ich gehe also mal davon aus, dass ich dafür ausreichend Geld mit dem Verkauf erzielen könnte. Vorsichtshalber denke ich mal, dass nichts übrig bleibt, also dann kein Startkapital mehr vorhanden ist. Das ist natürlich zunächst einmal ungeschickt, hält aber von zu hochfliegenden Träumen ab. Besser laufen kann es natürlich immer gern! Letztlich muss man das ja auch realistisch sehen: der Verkauf eines so kleinen Unternehmens ist grundsätzlich schwierig und die Hoffnung, damit große Gewinne zu erzielen ist eher vergebens.

Das würde dann genau das bedeuten, was Arbeitslosigkeit für Arbeitnehmer auch bedeutet: entweder nahtlos in einen neuen Job einsteigen oder den Weg zur ARGE einschlagen – wobei die meisten Ex-Selbständigen keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben und deshalb direkt Hartz4 beantragen müssen. Das ist kein toller Anfang, aber zumindest würde ich dann nicht direkt unter der Brücke landen. Bei einer Insolvenz würde ich übrigens ähnlich da stehen, nämlich mit gar nix.

Wie geht es dann weiter? Doch, einfallen würde mir da schon was. Ich würde weiterhin tun, was ich jetzt schon nebenher tue: ich würde texten. Das ließe sich auch noch ein Stück ausbauen. So, wie ich es im Moment betreibe, würde es zum Leben aber nicht ausreichen. Da müsste also noch mehr passieren. Andererseits bin ich da optimistisch: ich hätte ja mehr Zeit dafür, ich könnte also mehr texten, vielleicht nebenher noch in einem Minijob oder Teilzeitjob Geld verdienen. Doch, ich denke, ich würde durchkommen.

Die eigenen Möglichkeiten so durchzuspielen hilft gegen Zukunftsängste und zeigt Perspektiven auf, sollte man also immer mal machen, auch wenn gerade alles so aussieht, als könnte man es sich in der momentanen Situation gemütlich machen!

Pause vorbei!

Feb
2012
15

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Seit meinem letzten Artikel ging es rund! Bedauerlicherweise nicht hier im Blog, nur bei mir. Ich bin zur Wahl des Regionsvorstandes der Piraten in Hannover gegangen und statt nur zu wählen, bin ich gewählt worden. Seither bin ich Beisitzerin im Vorstand und Mitglied im Presseteam. Das ist natürlich sehr erfreulich und ich bin sehr stolz auf das mir entgegengebrachte Vertrauen, zumal ich ja noch gar nicht lange dabei bin!

Seither ging es allerdings rund. Erste Sitzungen, Landesparteitag, Pressegespräche, Stop-Acta-Demo, spontane, kurzfristige, geplante und sich überschneidende Telefonkonferenzen….. ich fühlte mich in eine andere Welt versetzt. So richtig Zeit zum eingewöhnen war auch nicht, der Job lief weiter, die Kunden wollten auch weiterhin die Füße verwöhnt haben und auch zu texten gab es mehr als genug. Spannende Tage also.

So ganz ging das auch an meinen Kunden nicht vorbei: ich bewerbe mich für eine Kandidatur als Direktkandidatin der Piraten für den Wahlkreis Barsinghausen/Gehrden. Da steht noch nichts fest, es gab bisher noch nicht einmal eine Aufstellungsversammlung und die Direktkandidaten der Piraten haben ohnehin keine großen Chancen, in den Landtag einzuziehen. Also genau genommen tendieren die Chancen eher gegen Null. Für die Direktkandidaten versteht sich, insgesamt rechnen wir mit über 6%!

Trotzdem hat eine regionale Zeitung bereits einen Artikel  veröffentlicht, in dem mein Name genannt wurde. Den Artikel habe ich leider nie gesehen und der Inhalt ist mir nur aus 2. Hand vage bekannt. Eine Kundin meinte „sie machen da etwas Politisches – bei den Republikanern, oder?“ – ich hoffe sehr, das war eine rein sprachliche Verwechselung der Kundin, nicht der Zeitung!

Na gut, langsam wird es. Die Vorgänge spielen sich ein, es wird ruhiger und damit verspreche ich, dass ich mich auch hier wieder regelmäßig melden werde! Die Pause ist rum, jetzt geht es wieder mit voller Kraft voran! Ich will nicht nur wieder regelmässig, nach Möglichkeit täglich, Artikel schreiben, sondern auch technisch einiges verändern und dann steht noch ein zweiter Blog in den Startlöchern. Naja, noch nicht ganz, kurz dahinter: es gibt die Idee und die Domain, das war es bisher – aber ein Anfang ist gemacht!

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Es ist der Alptraum der meisten Selbständigen: man wird krank und kann nicht arbeiten. Sinnvollerweise schafft man sich ein paar Rücklagen für diesen Fall, damit man nicht sofort Probleme bekommt, wenn die Grippe einmal zuschlägt.

Mich hat es auch erwischt: über Nacht bekam mich hohes Fieber und fand mich deshalb morgens, immer noch fiebernd, nicht arbeitsfähig. Zu allem Überfluss passiert so etwas natürlich nicht an einem Tag, an dem ohnehin nicht viel los wäre, sondern es erwischte einen Tag mit rappelvollem Terminkalender. Da heißt es trotz Fieber Prioritäten setzen: zunächst muss geklärt werden, was mit den Kunden ist. Das bedeutet also trotzdem früh aufstehen, ab ins Geschäft und erstmal die Kunden anrufen. Bei zwei Kunden, die ich selbst nicht erreicht habe, habe ich eine Freundin gebeten, die Kunden zu benachrichtigen. Diese Anrufe sind nicht besonders angenehm, auch die Kunden haben sich ja auf den Termin eingestellt und sind nicht glücklich, wenn er kurzfristig abgesagt wird. Das kann ich nachvollziehen, meine Begeisterung hält sich auch in Grenzen, wenn meine Kunden ihre Termine kurzfristig absagen.

Trotzdem, in den sechs Jahren, in denen ich das Geschäft habe, war es das zweite Mal, dass ich Termine krankheitsbedingt absagen musste, das hält sich also noch in Grenzen. Leider wusste ich auch nicht, wie lange mein arbeitsunfähiger Zustand anhalten würde, so dass ich allen Kunden nur versichern konnte, dass ich mich wieder melde.

Das war gar nicht dumm gedacht, nachdem mich der Arzt einmal auf Links gekrempelt und auf den Kopf gestellt hat, wurde ich nämlich ins Krankenhaus eingewiesen. Für einen Tierhalter bedeutet das die nächsten Probleme: wer kümmert sich um die Tiere, kurzfristig und für einen unbestimmten Zeitraum? Dank toller Freunde war auch das schnell gelöst und die Aufregung umsonst: ich konnte das Krankenhaus am gleichen Tag noch wegen nachgewiesener Gesundheit wieder verlassen. Woher das Fieber kam ist nach wie vor ungeklärt, aber davon abgesehen bin ich sowas von gesund…

Glücklicherweise dauerte mein Krankenstand so nur einen Tag. Trotzdem ist das ein Grund, mal wieder darüber nach zu denken und Vorkehrungen zu treffen für den Fall, dass doch mal eine Krankheit länger anhält. Da reicht ja schon eine Grippe, von einer gebrochenen Hand mal ganz zu schweigen. Eine Strategie für Krankheitsfälle muss her!

Klingeling!

Jan
2012
17

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Ich habe ganz normale, schon etwas ältere Geschäftsräume. Dazu gehört eine große Schaufensterfront (sehr zu meinem Leidwesen, ich bin nicht das große Deko-Talent) und eine Eingangstür. Normalerweise haben Geschäfte feste Öffnungszeiten, zu denen so eine Tür dann offen ist und passiert werden kann, außerhalb der Öffnungszeiten eben nicht. Das ist bei mir aber nicht so. Ich arbeite nur nach Terminvereinbarung, habe also keine festen Öffnungszeiten. Dazu kommt, dass es mir mitten in einer Behandlung schlecht möglich ist, mal eben Laufkundschaft zu bedienen. Deshalb ist die Tür bei mir meistens abgeschlossen. Ausnahme ist natürlich die eine Stunde pro Tag, zu der die Postfiliale in meinem Räumen geöffnet hat.

An der Glastür befinden sich mehrere Schilder. Eines natürlich mit den Öffnungszeiten der Post. Ein weiteres mit dem Hinweis: Fußpflege und Kosmetik – Termine nach Vereinbarung – bitte klingeln. Daneben befindet sich, wer hätte das gedacht, eine Türklingel.

Diese Klingel wird recht häufig missbraucht wird, da Kunden der Post, die zur falschen Zeit vor der Tür stehen, leider nur die letzten zwei Worte lesen „bitte klingeln“. Davon abgesehen ist diese Klingel sehr sinnvoll und wichtig, denn wenn nicht geklingelt wird, höre ich nicht, wenn ein Kunde zu mir will. Dabei ist an dieser Stelle eigentlich keine Klingel vorgesehen. Das ist nur ein kleines Manko, wozu gibt es schließlich Funkklingeln?

Ärgerlich ist nur, wenn eine Kundin vor der Tür steht und nicht klingeln kann. Weil die Klingel unsanft von der Halterung, mit der sie an die Wand befestigt war, abgebrochen wurde und sich jetzt im Geschäft hinter der geschlossenen Tür auf einem Tisch befindet. In dieser Situation wäre es ein großer Vorteil, wenn ich wüsste, dass sich die Klingel nicht einsatzbereit an ihrem Stammplatz befindet – dann könnte ich nämlich darauf achten, ob vielleicht ein Kunde ratlos vor der Tür steht.

Passiert ist das am Freitag. Leider wusste ich von nichts, weshalb die Kundin eine Weile brauchte, um auf sich aufmerksam zu machen. Irgendwie muss die Klingel aber hinter die geschlossene Tür geraten sein. Dafür braucht man einen Schlüssel, und den hat nur ein sehr begrenzter Personenkreis. Dazu kann ich den Zeitraum auf etwa eine Stunde einschränken, indem das Malheur passiert sein muss. Bleibt nur die Frage: warum hat die Person, der dieses Missgeschick passiert ist, nicht einfach einen Ton gesagt? Eine Funkklingel kostet 20 Euro, das ist kein Vermögen und ich bin nicht dafür bekannt, dass ich Unglücksraben lebendig frühstücke – verstehen kann ich es also nicht.

Winter?!

Jan
2012
16

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Hund im Winter - kein Schnee, aber es sieht weiss ausWir waren fassungslos, als wir heute morgen zur Tür hinaus getreten sind, mein Hund und ich. Zum ersten Mal in diesem Jahr und gefühlt überhaupt das erste Mal in diesem Winter war es kalt. Unglaubliche, frostige minus vier Grad betrug die Temperatur zu Beginn unsere Morgenspaziergangs. Auf den Felder lag Reif, dabei schien die Sonne und es fühlte sich nicht nur winterlich an, es sah auch so aus. Wir sind genau in den Sonnenaufgang gelaufen, es war wunderschön – aber wir waren doch leicht verwirrt. Auch Thales hatte damit einfach nicht gerechnet, es war ganz ungewohnt für dieses Jahr. Bisher hat sich dieser Winter hier bei uns ja nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert: es war meistens zu warm, ich weiß gar nicht mehr, wann der letzte Frost war. Zusätzlich war es auch noch nass. Natürlich kein Schnee, sondern gemeiner Regen, der alles aufweichte und die Stimmung verdüsterte.Winter-Detailaufnahme von bereiften Gräsern

Unerwartet hat es dann heute Nachmittag auch noch angefangen zu schneien. Das war dann allerdings wieder sehr typisch für diesen Winter: nach drei schüchternen Flocken war es schon wieder vorbei mit der winterlichen Pracht. Der kurze Anflug von Winter scheint sich auch schon wieder zurück gezogen zu haben: um 23 Uhr noch ein Grad Plus – na das kann nix werden. Schade eigentlich, so ein bisschen Wintersonne, klare Luft und Frost wäre jetzt schon schön. Schnee brauche ich gar nicht unbedingt, der macht nur Arbeit, ich muss ja dafür sorgen, dass meine Kunden unfallfrei zu mir kommen.Winterlicher Baum vor blauem Himmel

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Das ist ein Satz, den ich ziemlich häufig höre und auch selbst häufiger sage. Ich schaffe das nicht. Dafür habe ich keine Zeit. Wenn ich es mir anhören muss, nervt es mich in der Regel, weil es mir als Ausrede erscheint. Wenn ich es selbst sage, nervt es mich auch, weil ich es entweder als Ausrede benutze, oder tatsächlich für Dinge, die mir wichtig sind, keine Zeit habe.

Da stellt sich doch die Frage: wie kommt das? Burnout ist eines der großen Schlagworte unserer Zeit, Stress, Überarbeitung und Überforderung scheinen unser Leben zu bestimmen. Häufig fühle ich genau das: Ich arbeite, renne, eile meinen Aufgaben und Aktivitäten hinterher und habe am Ende des Tages doch nicht geschafft, was ich  mir vorgenommen habe.

Als Abhilfe versuche ich es dann mit Zeitmanagement. Ich führe Terminkalender, schreibe Tageslisten, visualisiere meine Ziele, definiere Deadlines…. und stelle am Ende fest, dass mir für Dinge, die mir wichtig wären, doch die Zeit fehlt, oder zumindest die Energie nach der ganzen Rennerei.

Ist es wirklich so, dass das Leben fast zwangsläufig so stressig ist, dass man immer häufiger nicht mehr schafft, was man eigentlich schaffen will? Ich hoffe, dass das ein Irrtum ist. Dass es vor Allem eine Frage der Prioritäten ist, ob ich schaffe, was ich schaffen möchte. Vielleicht ist es nicht so sehr, dass ich wirklich keine Zeit habe, sondern viel mehr, dass es schwer ist, Prioritäten zu setzen und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

Das gehört deshalb zu meinen Vorsätzen für 2012: bevor ich sage „Das schaffe ich nicht“ möchte ich mich fragen, wie wichtig es mir ist und ob es Sachen gibt, die mir weniger wichtig sind und die ich dafür streichen könnte. Natürlich gibt es Termine und Vorhaben, die sich nicht verschieben oder absagen lassen, aber auch wenn ich etwas kurzfristig nicht einrichten kann, wenn es mir wichtig ist, werde ich versuchen, langfristig Lösungen dafür zu finden.

Los geht es übrigens mit den Piraten-Aktiventreffen in Hannover jeden Donnerstag. Das schaffe ich nicht, habe ich bisher meistens gesagt. Donnerstag ist einer der Tage, an denen ich abends lange im Geschäft bin, damit auch berufstätige Kunden zu  mir kommen können. Das Aktiventreffen geht um 19 Uhr los, mein letzter Termin auch. In Zukunft werde ich diese Termine versuchen auf andere Abende zu verteilen. Drei von vier Donnerstag Abende möchte ich mir für die Treffen frei halten, an einem Donnerstag werde ich weiterhin arbeiten. Ich hoffe, es ist eine Frage der Verteilung, aber da bin ich zuversichtlich. Ich bin gespannt, wie gut sich dieser Vorsatz umsetzen lässt!

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Mitten in meinem wohlverdienten, wenn auch viel zu kurzen, Urlaub ging es los. Es fing mit den üblichen Halsschmerzen an, dazu kamen Kopfschmerzen, Müdigkeit, dann fing die Nase an zu laufen….. und hat bis heute nicht wieder aufgehört. Angenehmer weise haben sich alle anderen Erkältungssymptome ziemlich schnell wieder verflüchtigt, nur die Nase läuft und läuft und…
Ach, halb so wild? Ja klar, aber habt Ihr schon mal versucht mit laufender Nase und einem Mundschutz über Mund und Nase bei gesenktem Kopf höfliche Konversation mit einem Kunden zu betreiben? Spätestens nach fünf Minuten habt Ihr die Wahl zwischen:

  • einfach laufen lassen, sieht hoffentlich keiner unter dem Mundschutz
  • geräuschvoll und sehr unfein die Nase hochziehen
  • Mundschutz runter, Handschuhe ausziehen, Nase putzen, Hände desinfizieren, Handschuhe anziehen, Mundschutz rauf…. bei einer dauerlaufenden Nase stellt sich die Frage, wie oft man das während einer Fußpflege machen will und wie lange diese dann dauern soll

Ich versuche es also mit Plan B und Nasenspray. Da das nicht gesund ist, probiere ich es mit Meerwasser-Nasenspray oder Hydrogel-Minze-Nasenspray. Fazit: ob ich das nehme, oder peng…. Die Nase läuft immer noch, praktisch ununterbrochen. Am Besten geht es mir unter der Dusche, im feuchten Wasserdampf kann ich frei durchatmen, aber ich kann ja nicht ganztägig duschen? Ich schniefe verhalten und hilflos vor mich hin (in der Behandlung bevorzugt dann, wenn das Fußpflegegerät eine recht laute Geräuschkulisse bildet) und arbeite daran, einen Rekord im Dauer-Rotznasing aufzustellen.
Meine Kunden jedenfalls versuchen mich  mit „das hatte ich auch erst….“ und „das ist ja auch kein Wunder, bei dem Wetter!“ zu trösten. Sehr lieb gemeint, aber leider nur mäßig erfolgreich. Schnief!

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Morgens, irgendwann zwischen halb sieben und sieben gehe ich mit meinem Hund raus. Es ist das Erste, was ich morgens mache. Um diese Jahreszeit, Anfang Januar, bedeutet das, es ist dunkel. Im Moment ist es zusätzlich auch noch nass und windig bis stürmisch. Winterlich ist es jedenfalls nicht, nur widerlich.
Der größte Teil unseres morgendlichen Spazierganges führt uns natürlich durch die Felder. Ein Teil führt uns aber auch durch den Ort. Der wacht um diese Zeit gerade  auf. Die meisten Fenster sind noch dunkel, nur hinter wenigen brennt schon Licht und ich vergnüge mich damit, mir vorzustellen, was da gerade los ist.
Keine Sorge, ich gucke dabei nicht auf fremde Frühstücksteller und schleiche mich an Fenster an, mir reicht ein Blick aus der Ferne. Ein Fenster mit einer dicken, bauschigen, romantischen Gardine, das ganze Haus dunkel, nur hinter diesem Fenster brennt ein wenig Licht. Ob hier das Schlafzimmer ist? Gerade hat der Wecker geklingelt und jetzt sind die Bewohner dieses Hauses eben dabei, aufzustehen.
Hinter einem anderen Fenster sehe ich eine Frau im Morgenmantel hantieren. Ah, da führte der erste Weg wohl in die Küche und zur Kaffeemaschine, erstmal ein Kaffee, danach beginnt der Tag. Manchmal brennt nur in einem Treppenhaus Licht, der Rest ist dunkel. Ob sich da gerade jemand im Flur fertig macht für den Weg zur Arbeit?
Am interessantesten sind die Häuser, die um diese Zeit schon hell erleuchtet sind. Vermutlich wohnen da Familien mit Kindern, da geht es morgens schon turbulent zu. Schulsachen müssen noch zusammen gesucht werden, das Frühstück darf nicht ausfallen, die Eltern müssen zur Arbeit, der Jüngste hat verschlafen und die Mittlere findet ihren Turnbeutel nicht – natürlich ist das reine Fantasie, aber so stelle ich es mir vor. Manchmal sehe ich hinter einem Fenster dann auch eine ganze Familie am Frühstückstisch sitzen.
Auf diese Weise haben mein Hund und ich schon recht viel erlebt, wenn wir von unserem morgendlichen Spaziergang zurück kommen. Er hat ausgiebig „Zeitung gelesen“ und alle Düfte unterwegs in sich aufgesogen, ich habe mir beleuchtete Fenster angeschaut und zusammen gereimt, was dahinter los sein könnte. Erlebnisse aus zweiter Hand, sozusagen, dafür vielfältig und abwechslungsreich.

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