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Auf geeignete Maßnahmen gegen das Gefahrenpotential, das von den blanken Brüsten aufgebrachter Frauen ausgeht, ging Radio FFN heute morgen ein. Auf dem Weg zur Arbeit hörte ich einen Bericht über die Sommertour des niedersächsischen Ministerpräsidenten Weil. Der tourt jetzt vier Tage durch Niedersachsen und besucht verschiedene Orte. Immer natürlich begleitet von seinen Bodyguards. Der Reporter von Radio FFN berichtete von dem schwierigen Job, den diese bei so einer Reise haben: an mehreren Orten täglich springen sie aus dem Bus, müssen sich schnell einen Überblick verschaffen und halten dabei natürlich immer Blickkontakt, zum Schutz von Herrn Weil. Der Reporter endete mit der Aussage, einen Femen-Protest wie bei der CeBIT würde er aber nicht erwarten,  er würde von einer friedlichen Reise ausgehen.

Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Ahja, ein Tross von Bodyguards also, die den Ministerpräsidenten vor der größten zu erwartenden Gefahr schützen soll: Frauen, die mit blanken Brüsten als einzige Bewaffnung auf ihn losgehen.

Man kann die Femen-Proteste unterschiedlich beurteilen. Nicht immer stimme ich mit ihnen überein und nicht immer halte ich die von ihnen gewählte Form des Protests für angemessen. Eines muss man ihnen aber lassen: die nackten Oberkörper erzielen das, was sich alle Aktivisten wünschen: mediale Aufmerksamkeit.

Ein Ministerpräsident, der sich vor allem vor Frauen mit nackten Brüsten fürchten und von Bodyguards bewachen lassen muss, scheint mir jedenfalls in einer vergleichsweise glücklichen Lage zu sein.

Bild: cc by 2.0 Bastien Deceuninck

Tags: Bodyguards, Femen, Protest

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